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Narrenzeit in Hüffenhardt |
Der HCV konzentriert sich aufs Ortsgeschehen und liegt goldrichtig damit
Viel Dorfklatsch und tolle Tänze zum Hiffelder Fasching
Unter blau-gelbem Hallenhimmel haben die Hüffenhardter Karnevalisten am Samstag ihr Dorf ins Zentrum Europas gerückt. Dabei sind sie ihrem bewährten Rezept treu geblieben und haben auch große Themen mit Lokalkolorit überzogen. Heraus kam ein schwungvoller Hiffelder Fasching.
Premiere hatte die jüngste Hüffenhardter Garde vor vollem Haus: Die rot-weißen Tanzmäuse, 20 an der Zahl, gaben zu ihrem Debüt gleich eine Zugabe. Mit ihren "Trainerinnen mit den stahlharten Nerven", Simone Grimm und Martina Herberich, nahmen sie ihren ersten Kinderorden entgegen.
Ob Roland Preissler und Klaus Lang bei ihrer Begrüßung in den Sprachen Europas die eine oder andere Nation vergessen haben, hat niemand bemerkt. Rücksichtsvoll waren sie und haben die Schweizer die Iren vertreten lassen, weil gälisch ja niemand verstanden hätte. Die Nachbarkantone Wollenberg, Siegelsbach oder Haßmersheim bekamen ihren Schweizer Gruß ab, das "Bergdorf" Kälbertshausen und auch Bruno Herberich, "der Wilhelm Tell der Hüffenhardter".
Tränenreich widmete sich Sigrid Richter dem Abschied von der D-Mark: Wie soll sie Marc Lang in Zukunft rufen? Und kostet jetzt bei Eierhändler Schilling "oi Ai oi Euro?" Mit ihrem breiten Dialekt und der freien, flüssigen Rede erntete das Euro-Luder jede Menge Applaus.
Immer perfekter werden die Tanz-Sequenzen beim HCV, sämtlich "hausgemacht": die blaue Garde legte ein anspruchsvolles Can-Can-Potpourri hin. Trotz der Probleme mit dem handbedienten Vorhang begeisterten die Mädels von "Next Generation" mit ihrer getanzten Geschichte vom Schulmädchen zum Go-go-girl. Mit "Dschingis Khan" heizten die "Fantasy girls" die Stimmung an, die in den ersten Zuschauerreihen auf den Tischen tanzten. Top Secret begleitete nach Mitternacht alle anderen Tanzfreudigen.
Die Handglocke aus dem Rathaus, der Spitzhelm und ihr meterlanges Manuskript gehören zur "Ortsschelle" Annette Preissler. In der Bütt nahm sie das Ortsgeschehen auf die Schippe nahm und lüftete endlich das Geheimnis um das nächtliche Zusammenläuten in der evangelischen Kirche. Die Tagesthemen, die Jennifer Schneider und Jörg Hübner vortrugen, knüpften an die Lokalereignisse - durchaus im doppelten Sinn – an. Eine schöne Überleitung zum Thema Bauhof gab der Wetterbericht ab: Nach der Wiederwahl des Bürgermeisters werde in den nächsten acht Jahren "ein herbericher Wind", mit Hahnengeschrei durchzogen, durchs Dorf wehen. "Torsten Hahn, wir danken dir" machte Peter Barth zum Refrain seines Loblieds auf den Bauhof, der entflogene Sittiche und entlaufene Schildkröten rettet. Was der Außendienst der Gemeinde sonst noch leistet, drückte das Männerballett aus: Die von Liane Preissler choreographierten Tänze mit Sensen und Rechen gipfelten im Striptease, bei dem blaue Arbeitshosen wild durch die heiße Luft wirbelten. Der Saal tobte, als die Tänzer nur noch schwarze Slips an hatten. Joe Cocker wird seinen Weltklasse-Song nicht umschreiben, aber die Hüffenhardter Variante lautet seit Samstag "You can leave your Helm on". ag
Hier ein paar Fotos zum reinschmökern....
Ortsschelle "Euro-Luder" Next Generation Männerballett
Männerballett
Altweiberfasching in Hüffenhardt
07. Februar 2002 ab 20:00 Uhr in der Mehrzweckhalle; Live Music mit der
Gruppe "Top Secret"
2. Prunksitzung
09. Februar 2002 um 19:43 Uhr in der
Mehrzweckhalle - Karten gibt´s leider keine mehr!
Faschingsumzug
12. Februar 2002 ab 14:00 Uhr; erstmaliger Straßenfasching mit heißen
und kalten Speisen / Getränken
Umzugsbeginn in der Kantstraße
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