Hüffenhardter Schachvergnügen   

Einweihung des Freiluft-Schachspieles am „Champvans-Platz“ in Hüffenhardt

   

 

 

 

 

 

 

Sportlicher Ehrgeiz und spielerisches Gedankengut waren vergangenen Sonntag die tragenden Gedanken für die erste offiziell-feierliche Vereins-Veranstaltung in Hüffenhardt.

„Schach matt“ ! war das Motto, welches den Machern des ortsansässigen Hüffenhardter Carnevalvereins HCV zu einer schon längst überfälligen Idee verhalf. Bereits vor knapp zwei Jahren gestaltete die Gemeinde auf dem Gelände eines ehemaligen alten Wohnhauses nach dessen Abriss eine kleine Grünanlage mit Sitzgelegenheit, inklusive eines aus Pflastersteinen hergestellten Schachbrettes. Seit der Fertigstellung der kleinen, aber reizvollen Begrünung in der Hauptstrasse gegenüber dem „Champvans-Platz“ wurde die Nutzung der Spielfläche nie wahrgenommen. Die für diesen Zweck angeschafften Spielfiguren durch die Gemeindeverwaltung fanden daher leider noch keinen Einsatz.

Für den HCV war dies Grund genug, um nun den Anstoss für die spielerischen und geistigen Freizeitbeschäftigungen  zu geben und das Gelände im Ortskern offiziell einzuweihen.

Im Vorfeld geplant wurde die Veranstaltung von den Mitgliedern der Vorstandschaft des Vereins, um sich im Rahmen eines kleinen Wettkampfes für die Einweihung stark zu machen. Trotz feucht-kaltem Winterwetters begrüßten die HCV-Mitglieder am Sonntag Nachmittag ihre Gastspieler, Bürgermeister Bruno Herberich und Pfarrer Christian Ihrig, welche im Duell ihre taktischen Fähigkeiten spielerisch unter  Beweis stellten. Beide waren von dieser Idee begeistert und folgten spontan der Einladung.

Vor Beginn des Wettkampfes formulierte Bürgermeister Herberich lächelnd die vermeintlichen Bedeutungen der im Schachspiel üblichen Bewertungspunkte, welche nicht mit realen Klischees zu verwechseln sind.  So werden beim Schachspiel „Bauern geopfert“ und „Damen geschlagen“, diese spielerischen Gepflogenheiten werden in unserer ländlichen Umgebung keinesfalls wünschenswert erscheinen und seien daher nicht falsch zu interpretieren.

Die Ausrichtung war für beide Beteiligten ein freundlicher, jedoch auch harter Wettkampf, der die Gemüte anregte und spannend beeindruckte.  Um auch den Nicht-Schachkennern einen Einblick in das Geschehen geben zu können, wurde der Verlauf fachmännisch von zwei sehr erfahrenen Spielern dokumentiert. Peter Barth und Walter Jung von den Schachfreunden Siegelsbach standen zum einen den beiden Spielern mit Rat und Tat zur Seite, andererseits erläuterten sie analog auf einem herkömmlichen Schachbrett die strategischen Züge.

Federführend dominant konnte sich Bürgermeister Herberich während des gesamten Verlaufes behaupten, Pfarrer Ihrig kämpfte ehrgeizig, gab sich jedoch nach ungefähr einer Stunde Spielzeit seinem Gegner geschlagen.

Ein weiterer gelungener Schachzug war die großzügige Geste des anliegenden Gasthauses „Bella Marmaris“. Das Team sorgte für die Bewirtung der knapp 50 anwesenden interessierten Bürger und hatte für alle frisch knusprige Holzofen-Pizza kostenlos zubereitet. Der  Ausschank von Glühwein auf Spendenbasis durch den HCV war eine weitere, gern gesehene Aufmerksamkeit.

Schlussfolgernd und mit ironischem Beigeschmack gab Herberich zur Kenntnis, er könne sich die Aufnahme des Schachspieles in die olympischen Disziplinen gut vorstellen und  werde bei der Austragung der olympischen Spiele in Stuttgart im Jahre 2012 Hüffenhardt als Austragungsort des Endspieles vorschlagen. Immerhin wurde ein kleiner Beitrag hierzu schon geleistet.

Der Platz mit dem Spielfeld kann für jeden als Treffpunkt für Freizeitaktivitäten genutzt werden. Für alle Interessierten Spieler werden von der Gemeindeverwaltung die Schachfiguren leihweise zur Verfügung gestellt.

Matthias Hafner

Unter der Web-Adresse des HCV: http://www.hiffelde.de gibt's weitere Informationen und Fotos vom und um den Hüffenhardter Carnevalsverein

Bericht der Kraichgau Stimme vom 28. Januar 2003

[ zurück ]