Geburtsbäume für die Kinder des Jahres 2002    

 

Geburtsbäume für die Kinder des Jahres 2002

Insgesamt 73 Bäumchen wurden seit 1999 für Kinder in Hüffenhardt und Kälbertshausen gepflanzt. Heuer waren es 12 dieser "Geburtsbäume", sieben in Hüffenhardt und fünf in Kälbertshausen. Gemeinsam mit den Eltern und Kindern setzten Bürgermeister Bruno Herberich, Helene Vogt und Torsten Hahn von der Gemeindeverwaltung - in Kälbertshausen auch im Beisein von Ortsvorsteher Luckhaupt -  diesen schönen Brauch bei herrlichem Sonnenschein aber kaltem Wind fort.

     

Sieben Elternpaare mit ihren Kindern in Hüffenhardt (Bild links) und fünf Eltern mit Kindern in Kälbertshausen (Bild rechts) pflanzten am 15. März Hochstamm-Obstbäume für ihre im Jahr 2002 Neugeborenen.
Mit von der "Partie" waren BM Herberich, Helene Vogt und Torsten Hahn von der Gemeindeverwaltung sowie in Kälbertshausen OV Luckhaupt.

Bürgermeister Bruno Herberich dankte dabei den Eltern für ihr "Ja" zu Kindern und damit für ihr Bekenntnis zur Zukunft, das nun auch Ausdruck finde im Pflanzen eines Baumes. Mit diesem Bäumchen übernähmen die Eltern gleichzeitig auch Verantwortung für ein Stück Umwelt. Dazu komme gelebter Gemeinschaftssinn, den die Gemeinde mit dieser Baumspende jedes Jahr aufs Neue fördere.
Der Dank des Bürgermeisters galt außerdem seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die diese Aktion immer vorbereiten und Gerti Böhme für deren Spende der kleinen aus Ton gebastelten Bäumchen, die Eltern und Kinder als Erinnerung an diesen Tag bekommen.

  

Bericht von Annette Gast-Prior:

Kirsche ist '03 der Favorit der Familien
Jan ist drei Jahre alt, die große Schaufel bringt ihn fast aus dem Gleichgewicht. Trotzdem will er helfen, für seine kleine Schwester Dana einen Baum zu setzen. Sieben Familien sind am Samstag in Hüffenhardt bei stürmischem Wetter zusammengekommen, um Geburtsbäume zu pflanzen.
Im fünften Jahr lädt die Gemeinde junge Eltern dazu ein, sich im Frühling einen Obstbaum schenken zu lassen und auf den dafür vorgesehenen Flächen zu pflanzen. Seit Samstag sind es stolze 73 Hochstamm-Obstbäume aller Art, die auf diese Weise langsam zu kleinen Streuobstwiesen in Hüffenhardt und in der Teilgemeinde Kälbertshausen zusammenwachsen.
Zu fast 90 Prozent nehmen die Kälbertshäuser Eltern das Angebot an. Im Hauptort sind's immer etwa die Hälfte der jungen Eltern. Bei der Verwaltung bereiten Helene Vogt und Uschi Schmidt die Pflanzaktion vor. Jede Familie erhält, wie eine Art Urkunde, einen Lageplan, der den Standort des gewählten Baumes verrät.
Pflanzlöcher haben die Bauhof-Mitarbeiter ausgehoben, bevor die Eltern mit Gartenwerkzeug anrücken. Hilfe bei der Pflege leistet die Gemeinde, wo nötig. Das Zusammentreffen, in Hüffenhardt auf dem Grundstück oberhalb des Sportplatzes, ist stets ein Ereignis.
Für die jungen Familien, die sich auch in einem kleinen Dorf nicht mehr zwangsläufig kennen, ist der Treffpunkt mit dem Nachwuchs oft ein erstes Kennenlernen. Auch aus diesem Grund habe sich Hüffenhardt für die gemeinschaftliche Variante des Bäumepflanzens entschieden, so Bürgermeister Bruno Herberich.
Im vergangenen Jahr ist nach diesem Erstkontakt im Sommer sogar ein gemeinsames Grillfest auf dem Baumstück zustande gekommen - ein Stück Gemeinschaft, angeregt durch diese Aktion.
Die Geburtsbäume sind natürlich auch ein "handfester Beitrag für die Natur", sagte der Bürgermeister in seiner Ansprache. Sie sollen aber auch den alten Sinn eines Lebenssymbols vermitteln.
Die Aktion spiegelt auch die Verantwortung, die Eltern nicht nur für ihre Kinder, sondern auch für die Natur übernehmen. Und sie soll das Bewusstsein für das Lebendige schärfen.
Bei frostigen Temperaturen war die Arbeit am Samstag zügig erledigt, ein Umtrunk beschloss den Einsatz, mit dem Bruno Herberich vorwiegend Kirschbäumchen in die Obhut der Familien übergab. Licht zum Wachsen werden sie haben: Der Birkenbestand am Sportplatzhang wurde kürzlich ausgedünnt.

 

 


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