Bürgerversammlung

Ehrungen, Rückblick und Pläne für 2004  (Text: Annette Gast-Prior)

Die Bürgerversammlung am Sonntag Nachmittag findet guten Zuspruch in Hüffenhardt

Die Bürgerversammlung bildet immer den Jahresauftakt im Gemeindeleben. Sie hat neben der Aufgabe, über kommunalpolitische Themen zu informieren auch die Funktion des Gedankenaustauschs und der Würdigung verdienter Mitglieder der Bürgerschaft. Am Sonntag Nachmittag war sie in der Mehrzweckhalle gut besucht und spiegelte das Interesse am Gemeindegeschehen.

Was es nicht gab, waren Diskussionen oder Kritik im Plenum nach der Ansprache von Bürgermeister Bruno Herberich. Die Versammelten, darunter erfreulich viele junge Gesichter, nutzten gleichwohl das Angebot, mit dem Gemeinde-Chef, Verwaltungsangestellten und dem Gemeinderat ins Gespräch zu kommen. An Stehtischen wurden bei Kaffe und Kuchen und Getränken, mit denen die freiwillige Feuerwehr die Gäste bewirtete, die Themen aufgenommen, die Hüffenhardt bewegen. Den Einstieg lieferten Schautafeln und Pläne, die diese Themen dokumentierten. Die Frage nach Interessenten an Bauplätzen im Gewerbegebiet Gänsgarten bekamen Bürgermeister Bruno Herberich und die Ratsmitglieder oft zu hören und berichteten von „ernsthaften Anfragen“. Nach wie vor wünschen sich einige Hüffenhardter einen Supermarkt vor ihrer Haustür. Zu ersten Pläne für die  Neugestaltung des so genannten Kelterviertels, das als Wohnumfeldmaßnahme sein Gesicht verändern soll, kamen Anregungen und zum ÖPNV.

Bewährt hat sich die Video-Schau der Bilder des vergangenen Jahres, die rege kommentiert wurde und Ereignisse wie den Ungarn- oder Frankreichbesuch, eine ganze Reihe von Festen, aber auch Veränderungen durch die Gewerbegebietserschließung und den Baufortschritt bei der Firma Mann & Schröder Revue passieren ließ. Eine Presseschau nahm weitere Themen aus dem Jahr 2003 auf.

    

Herberich wollte in seiner Ansprache „nicht ins allgemeine Jammern verfallen“, machte aber deutlich, dass die Situation der Gemeindefinanzen wirklich so schlimm sei, wie nie zuvor. Das müsse sich ändern, „sonst läuft in den Gemeinden nichts mehr“, mahnte er und warb darum, die Krise als Chance zu sehen: Dem Ruf nach mehr stehe immer die Machbarkeit gegenüber und jeder Einzelne sei aufgefordert, Wünsche daran zu messen. Positiv in schwierigen, aber nicht schlechten Zeiten wertete der Bürgermeister das vielfältige Engagement in der Bürgerschaft, das die Gemeinde lebens- und liebenswert mache: „Wir sind glücklich um jede und jeden, die sich für die Gemeinde einsetzt“. Ehrungen für Sportler und Blutspender drückten diese Anerkennung neben einem allgemeinen Dank für vielfältige Leistungen aus.

 

     

Ihr „Wille zum Erfolg“ treibe die Hüffenhardter Sport-Amateure zu Höchstleistungen an, stellte Herberich fest. So hat die 1. Fußballmannschaf des HSV 2003 ihren Aufstieg in die Bezirksliga gefeiert, die 2. Mannschaft wurde für die Meisterschaft in der Reserverunde der Kreisliga geehrt. Statt Pokalen und Medaillen nahmen die Spielführer Andreas Fernandez und Frank Wick ein Geldgeschenk der Gemeinde entgegen.

 

Auch die Hüffenhardter Schützen den KKS waren mit monetären Gaben statt Pokalen und Medaillen zufrieden: „Alle ihre sportlichen Erfolge des letzten Jahres sind hervorragend“, lobte Herberich. Dafür, dass Hüffenhardt als „Hauptstadt der Bogenschützen und Sommerbiatlethen“ immer bekannter werde, sorgen unter anderem die Gewehrschützinnen Melanie Ebend sowie Michaela und Bernadette Müller, die beim Deutschland Cup im Sommerbiathlon eine Damenstaffel bildeten. Bernadette Müller wurde Zweite in der Damenklasse beim Deutschland Cup, in der Schülerklasse war Stefanie Ebend Teilnehmerin bei den deutschen Meisterschaften im Sommerbiathlon. In Einzel- und Mannschaftswettkämpfen im Sportschießen platzierten sich Michaela und Stefanie Müller sowie Melanie Ebend auf Landesebene mehrfach unter den jeweils drei Besten.  
 „Die Damen und Herren der Ringe“ nannte Herberich die Bogenschützen des KKS, die 2003 neben Erfolgen in der Regionalliga in die Zweite Bundesliga Süd einzogen und dort aktuell den Klassenerhalt anstreben.

 

Dass bei einem Bevölkerungsanteil von 1,4 Prozent allein fünf Prozent aller Blutspenden im Neckar-Odenwald-Kreis aus Hüffenhardt stammen, belege, dass die Hüffenhardter und Kälbertshäuser ein freigiebiges Volk seien, so der Bürgermeister: Für allein 50 Spenden wurde in Abwesenheit Friedhelm Emmert geehrt. Bernhard Eckert, Werner Kraßmann, Ulrike Neubauer und Uwe Spohrer nahmen Urkunden und eine Flasche Sekt als Dank für 25 Blutspenden entgegen. Für zehn Spenden wurden Josef Kaltwasser, Tonia Keßler Egon Rauh, Norbert Schröder, Arrmin Siber und Diana Spohrer ausgezeichnet. Vorstandsfrau Ulrike Weyher (links im Bild) dankte den Geehrten im Namen des  DRK-Ortsvereins Hüffenhardt.

 

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