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Besuch aus Máriakálnok 2004 |
Nachlese zum Besuch aus Máriakálnok vom 4. bis 8. Juni 2004
Ungarische Flagge wehte für die Gäste
Bericht in der Kraichgau Stimme vom 8. Juni 2004 - von Annette Gast-Prior
Der Kiritoch, an dem traditionell Kirchweih gefeiert wird, ist seit Jahren der Termin für die Nationalitätentreffen, die Deutsche und Ungarn abwechselnd in Hüffenhardt und Máriakálnok zusammenführen. Von Freitag, 4. Juni, bis Dienstag, 8. Juni, war wieder eine Delegation aus dem Donauland im Kraichgau zu Gast.
Über das Besuchswochenende war vor dem Hüffenhardter Rathaus rot-weiß-grün geflaggt. Damit grüßte die Gemeinde ihre Gäste aus dem ehemaligen Maria-Gahling, von wo aus nach dem Krieg deutschstämmige Flüchtlinge in alle Welt auswanderten. In Hüffenhardt haben sich damals verhältnismäßig viele Ex-Gahlinger niedergelassen. Den Kiritoch am Dreifaltigkeitssonntag alle zwei Jahre hier zu begehen, hat sich deshalb seit 1988 eingebürgert.
Freitagabends waren 19 Ungarn angereist, darunter sieben von zehn Gemeinderäten mit ihren Ehegatten - was vielleicht darauf schließen lässt, dass die Beziehungen zu Hüffenhardt einer offiziellen Gemeindepartnerschaft zustreben. Die Bürgermeister beider Gemeinden, Bruno Herberich und Sándor Széles, haben beim Empfang am Samstag an die historische Dimension der EU-Erweiterung nach Osten erinnert.
Aus Herberichs Sicht reicht das Zusammenrücken in Europa "weit über einen wirtschaftlichen Nutzen hinaus". Zuversichtlich blicke er nach vorn, so der Bürgermeister, und er hoffe, dass sich die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Hüffenhardt und Máriakálnok im Kleinen weiter entwickeln. Seit dem ersten offiziellen Besuch der Deutschen im Bezirk Györ sei man sich näher gekommen und müsse weiter voneinander lernen. Széles teilte Herberichs Optimismus und setzt auf vertiefte Verbindungen zwischen den Gemeinden. Die Erinnerung ist für ihn dabei Grundlage für den Blick in die Zukunft, in der beide Gemeinden weiter aufeinander zugehen sollen. Als Gastgeschenk überreichte er eine Skulptur, die die wachsende Freundschaft zwischen den beiden Gemeinden, getragen von vielen Armen, symbolisieren soll.
Sieben von neun Gemeinderäten aus der ungarischen Gemeinde Máriakálnok waren beim Besuch in Hüffenhardt dabei und machten sich ein Bild - von der zukünftigen Partnergemeinde? Zusammen mit ihren deutschen Kollegen und den beiden Bürgermeistern posierten sie für die Fotografen.
Um die Verbindung weiter aufrecht zu erhalten, müssen auch junge Familien integriert werden, weiß Gregor Lunczer aus Asbach, der die Treffen seit den Nachkriegsjahren organisiert. Die jüngsten Teilnehmer am 33. Heimattreffen in Hüffenhardt sind Anfang 40. Die verwandtschaftlichen Verhältnisse zwischen den Ländern sind die Grundlage, auf der neue Beziehungen aufgebaut werden müssen.
Hüffenhardt und den Kraichgau kennen zu lernen, haben die deutschen Gastgeber die Ungarn eingeladen: Den Samstag verbrachten sie nach dem Festgottesdienst im Schützenhaus. Beim Ortsrundgang machten sie sich nach dem Sonntags-Brunch ein umfassendes Bild von Hüffenhardt,.
Von besonderem Interesse waren dabei die Gewerbegebiete, Schule (Foto) und Feuerwehr. Nachmittags machte man noch einen Abstecher nach Obrigheim, um die Hüffenhardter Feuerwehrkapelle zu hören und abends waren sie Gäste beim Konzert des jungen Chors "Join us" in der Kälbertshäuser Dorfkirche. Am Montag ging die Gesellschaft auf Kraichgau-Tour. Neben Sternenfels, wo das "Komm-In" nicht nur die ausländischen Kommunalvertreter interessierte, standen das Kloster Maulbronn, Bretten und Steinsfurt auf dem Plan.
Nach einem gemeinsamen Frühstück am Dienstagmorgen machte sich die Delegation auf den 767 Kilometer weiten Rückweg.
Ob die Ungarn zum nächsten Treffen als Partnergemeinde wieder kommen war Gesprächsthema bei ihrem Aufenthalt. Noch in diesem Jahr, so Herberich, wird in den beiden Gemeinderäten die Entscheidung fallen, ob die Verbindung in neuer Form gefestigt und ausgebaut werden soll.
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