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Einweihung der Schutzhütte am Festplatz
Kälbertshausen und Namensgebung der neu gepflanzten Linden
Am vergangenen
Sonntag trafen sich zahlreichen Dorfbewohner um der Namensgebung dreier neu
gepflanzten Linden am Ortseingang von Kälbertshausen sowie der Einweihung
der neu erstellten Schutzhütte am Festplatz beizuwohnen. Ortsvorsteher
Erhard Geörg begrüßte die vielköpfige Gästeschar, darunter auch Bgm. Bruno
Herberich mit Ehefrau, beim Anwesen der Firma Omnibus-Schneider.
Um den Ortseingang attraktiver zu gestalten, wurde von Seiten des
Ortschaftsrates beschlossen, im Bereich des Ortseinganges Linden zu
pflanzen. Der Tradition folgend, dass die Linden im Ort nach besonderen
Personen oder Ereignissen benannt werden, wurde bestimmt, die Linden nach
den beiden früheren Nachkriegs-Bürgermeistern Gustav Wolf und Walter Neff
sowie - wiederum - nach dem Schwedenkönig Gustav Adolf zu benennen. Die
beiden bereits verstorbenen Bürgermeister wolle man für ihr besonderes
Engagement ehren, denn beide hätten enorm viel für die ehem. selbständige
Gemeinde Kälbertshausen geleistet, so Ortsvorsteher Geörg in seiner
Laudatio. Die zum Ortseingang hin links stehende Linde erhält den Namen
„Bürgermeister Walter Neff-Linde“, die rechts sitzende „Bürgermeister Gustav
Wolf-Linde“.
Walter Neff war von 1966 bis 1974 Bürgermeister in Kälbertshausen. In seine
Amtszeit fiel der Feldwegenetzausbau im Zusammenhang mit der stattfindenden
Flurbereinigung. Dieses Wegenetz dient heute nicht nur der land- u.
Forstwirtschaft sondern kommt auch den vielen sportlichen
Freizeitaktivitäten wie z.B. Walking, Joggen und Fahrrad fahren zu gute.
Herr Neff war sowohl beruflich wie privat jedem behilflich sofern er es
konnte. Ein „nein“ gab es fast nie. Auch im Vereinsleben war Walter Neff
sehr engagiert. Nicht nur einige Zeit als 1. Vorsitzender des Gesangvereins
"Edelweiß 1905", sondern auch als aktiver Planer und Ausführer des
Festplatzes.
Gustav Wolf war von 1945 bis 1966 Bürgermeister. Er hatte insbesondere die
schwierigen Nachkriegsjahre mit den notwendigen Einquartierungen der
Vertriebenen und Ausgebombten zu bewältigen. Gegen Ende seiner Amtszeit
konnte er ein neues Schulgebäude mit Turn- u. Festhalle zum Wohle des Ortes
verwirklichen.
Die dritte Linde, direkt auf der Verkehrsinsel, ist quasi eine
Ersatz-Pflanzung. Dort stand bereits bis 1968 die "Gustav-Adolf-Linde". Im
Jahr 1832 zum 200 Todestages des Schwedenkönigs gepflanzt, musste sie dann
wegen Straßenbauarbeiten weichen. Diesem historischen Hintergrund trägt man
mit der erneuten Namensgebung Rechnung.
Im Beisein der Angehörigen der beiden früheren Bürgermeister wurden die
Namenstafeln an den Bäumen angebracht (Bild oben "Bgm. Walter Neff-Linde").
Im Anschluß der
Namensgebung der Linden ging's zum Festplatz weiter. Dort wurde die, unter
der Leitung von Walter Schneider und Bauhofleiter Torsten Hahn von etlichen
freiwilligen Helfern, neu errichtete Schutzhütte ihrer Bestimmung übergeben.
Analog der dortigen Gewannbezeichnung, wurde der Hütte der Name
„Wagenseehütte“ gegeben und das Namensschild von den Akteuren angeschraubt.
Zur anschließenden Stärkung lud Ortsvorsteher Geörg in die Hütte ein, wo
Gesangverein und Sportverein mit Kaffee und Kuchen, Wurst und Getränken
bewirteten. Klaus Siegmann brachte den Anwesenden in einem interessanten
Vortrag die Tradition der Lindenpflanzungen im Ort und im Allgemeinen näher.
(siehe nachfolgenden Bericht) |