Kälbertshausen: Wagenseehütte eingeweiht und Linden gepflanzt
Neue Freizeithütte am Festplatz Kälbertshausen
Hervorragendes Engagement der Kälbertshäuser Vereine

Grund zum Feiern gab es zum Ende der Urlaubszeit am Festplatz in Kälbertshausen. Dort entstand eine neue Unterstellhütte.
Mit besonderem ehrenamtlichem Engagement zahlreicher Helfer der Kälbertshäuser Vereine, koordiniert von Gemeinde- und Ortschaftsrat Walter Schneider und unterstützt von Bauhofleiter Torsten Hahn ging es bei mehreren Arbeitseinsätzen ans Werk. Recht zügig ging die Arbeit bisher von der Hand; auch wurde bereits "Richtfest" gefeiert. Mit Stolz kann sich die Gruppe schon jetzt über das Geleistete freuen. Die Gesamtkosten für die neue Hütte belaufen sich auf rund 10.000 Euro. Für die Errichtung konnte eine Naturpark-Förderung von 5.900 Euro erreicht werden. Seitens der Gemeinde sagen wir herzlich Danke an die Helfer(innen), die beim Bau aktiv waren. (Fotos: Klaus Siegmann)
   

Einweihung der Schutzhütte am Festplatz Kälbertshausen und Namensgebung der neu gepflanzten Linden
Am vergangenen Sonntag trafen sich zahlreichen Dorfbewohner um der Namensgebung dreier neu gepflanzten Linden am Ortseingang von Kälbertshausen sowie der Einweihung der neu erstellten Schutzhütte am Festplatz beizuwohnen. Ortsvorsteher Erhard Geörg begrüßte die vielköpfige Gästeschar, darunter auch Bgm. Bruno Herberich mit Ehefrau, beim Anwesen der Firma Omnibus-Schneider.
Um den Ortseingang attraktiver zu gestalten, wurde von Seiten des Ortschaftsrates beschlossen, im Bereich des Ortseinganges Linden zu pflanzen. Der Tradition folgend, dass die Linden im Ort nach besonderen Personen oder Ereignissen benannt werden, wurde bestimmt, die Linden nach den beiden früheren Nachkriegs-Bürgermeistern Gustav Wolf und Walter Neff sowie - wiederum - nach dem Schwedenkönig Gustav Adolf zu benennen. Die beiden bereits verstorbenen Bürgermeister wolle man für ihr besonderes Engagement ehren, denn beide hätten enorm viel für die ehem. selbständige Gemeinde Kälbertshausen geleistet, so Ortsvorsteher Geörg in seiner Laudatio. Die zum Ortseingang hin links stehende Linde erhält den Namen „Bürgermeister Walter Neff-Linde“, die rechts sitzende „Bürgermeister Gustav Wolf-Linde“.
Walter Neff war von 1966 bis 1974 Bürgermeister in Kälbertshausen. In seine Amtszeit fiel der Feldwegenetzausbau im Zusammenhang mit der stattfindenden Flurbereinigung. Dieses Wegenetz dient heute nicht nur der land- u. Forstwirtschaft sondern kommt auch den vielen sportlichen Freizeitaktivitäten wie z.B. Walking, Joggen und Fahrrad fahren zu gute. Herr Neff war sowohl beruflich wie privat jedem behilflich sofern er es konnte. Ein „nein“ gab es fast nie. Auch im Vereinsleben war Walter Neff sehr engagiert. Nicht nur einige Zeit als 1. Vorsitzender des Gesangvereins "Edelweiß 1905", sondern auch als aktiver Planer und Ausführer des Festplatzes.
Gustav Wolf war von 1945 bis 1966 Bürgermeister. Er hatte insbesondere die schwierigen Nachkriegsjahre mit den notwendigen Einquartierungen der Vertriebenen und Ausgebombten zu bewältigen. Gegen Ende seiner Amtszeit konnte er ein neues Schulgebäude mit Turn- u. Festhalle zum Wohle des Ortes verwirklichen.
Die dritte Linde, direkt auf der Verkehrsinsel, ist quasi eine Ersatz-Pflanzung. Dort stand bereits bis 1968 die "Gustav-Adolf-Linde". Im Jahr 1832 zum 200 Todestages des Schwedenkönigs gepflanzt,  musste sie dann wegen Straßenbauarbeiten weichen. Diesem historischen Hintergrund trägt man mit der erneuten Namensgebung Rechnung.
Im Beisein der Angehörigen der beiden früheren Bürgermeister wurden die Namenstafeln an den Bäumen angebracht (Bild oben "Bgm. Walter Neff-Linde").

Im Anschluß der Namensgebung der Linden ging's zum Festplatz weiter. Dort wurde die, unter der Leitung von Walter Schneider und Bauhofleiter Torsten Hahn von etlichen freiwilligen Helfern, neu errichtete Schutzhütte ihrer Bestimmung übergeben.
Analog der dortigen Gewannbezeichnung, wurde der Hütte der Name „Wagenseehütte“ gegeben und das Namensschild von den Akteuren angeschraubt. Zur anschließenden Stärkung lud Ortsvorsteher Geörg in die Hütte ein, wo Gesangverein und Sportverein mit Kaffee und Kuchen, Wurst und Getränken bewirteten. Klaus Siegmann brachte den Anwesenden in einem interessanten Vortrag die Tradition der Lindenpflanzungen im Ort und im Allgemeinen näher. (siehe nachfolgenden Bericht)

 

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