Adventskonzert der Feuerwehrkapelle
Mit einem stimmungsvollen Konzert in der Vorweihnachtszeit erfreute die Feuerwehrkapelle am ersten  Adventssonntag die Besucher in der kath. Kirche Hüffenhardt. Unter der Leitung Ihres Dirigenten Peter Wuscher zeigte sich die Hüffenhardter Feuerwehrkapelle von einer "überraschend neuen Seite und überzeugte auch mit leisen Tönen", wie es die Kraichgau Stimme formulierte. Von bekannten über klassische Weihnachtslieder bis hin zu John Lennon reichte das Repertoire bei diesem Konzertereignis. Für alle Besucher war es ein Genuß, und so wurde der Kapelle reichlich Beifall gespendet, was als Lob für eine halbjährige Probenarbeit gerne hingenommen wurde.

Bericht in der Kraichgau Stimme am  1. Dez. 2004
von Annette Gast-Prior

Blasmusik mal überraschend anders
Ganz neue Töne schlug die Hüffenhardter Feuerwehrkapelle an: Ist die Blaskapelle von den örtlichen Festen und Veranstaltungen nicht wegzudenken, so zeigte sie sich mit ihrem ersten Adventskonzert in der katholischen Kirche von einer anderen Seite.
Eine Überraschung für viele Zuhörer, vor allem weil das bekannte Repertoire mit dem Konzert zur Einstimmung auf die Adventszeit nichts zu tun hatte. Wer die 22 Musikerinnen und Musiker bisweilen hört, wird in den Jahren, seit Peter Wuscher den Ton angibt, eine gewisse Verfeinerung im Ausdruck gehört haben. Diese Eigenschaft nutzte die Kapelle bereits in der Intrada We Wish You A Merry Christmas. Norbert Studnitzkys Arrangement geriet zu einem leisen, unaufdringlichen Konzertauftakt.
Dynamik und wechselnde Lautstärken in der Paraphrase des Judas Maccabaeus steuerte Wuscher zielsicher zur schließlich voll tönenden, bekannten Melodie Fröhliche Weihnacht, die jedoch ernsthafter und gemessener daherkam, als oft gehört. Verhalten danach der Einstieg in den Hymnus Aus Deines Himmels Höhen, der Georg Friedrich Händel den Weg bereitete.
Heil dem Land sowie Halleluja! Amen hatte sich das noch junge Klarinettenensemble vorgenommen, das gut harmonierte. Mit den vierstimmigen Sätzen aus dem Judas Maccabaeus setzte das Sextett, in dem auch die Nachwuchs-Klarinettistinnen Lisa Strach und Lisa Mayer mitmischen, eine schönen Akzent: Ruhig und stimmig interpretierten sie ihren Händel, bevor als Herzstück des Konzerts eine Bearbeitung von dessen Feuerwerksmusik erklangen.
Fast streng stimmten Tuba und Bariton die Ouvertüre an, Fanfarenrufe der Trompeten trumpften auf, Klarinetten, Saxophone und das Es-Horn von Verona Reimold mit seinem weichen, feinen Klang trugen durch den Mittelteil. Echo-Effekte steigerten den feierlichen, getragenen Eindruck dieser Musik, Festesfreude vermittelte dagegen der Französische Tanz, in straffem Zwei-Viertel-Takt ausgeführt. Tänzerisch ließen die Musiker auch das Menuett klingen, das sich dem Satz "Der Friede" anschloss.
Frisch voran gingen Flügelhörner und Trompeten im bekannten Satz "Das Freudenfest". Im Kontrast dazu trat mit dem pentatonisch gesetzten "Lobt Gott ihr Christen alles gleich" zum ersten Mal das Blechbläser-Ensemble der Kapelle in Erscheinung. Als ein Potpourri verschiedener Weihnachtslieder entpuppte sich Jacob de Haans Arrangement "Eine kleine Weihnachtsmusik". Durchschlagenden Widererkennungswert hatte eindeutig Winter Wonderland, das die Kapelle in swingender Bigband-Manier zum Besten gab. So this is X-mas nach John Lennon und Yoko Ono brachte noch einmal die Klarinetten zur Geltung, nachdem mit dem ersten Stille Nacht an diesem Adventssonntag wohl die ersten Konzertgäste in der Vorweihnachtszeit angekommen sind.
Ein halbes Jahr Arbeit dankte der Kapelle das Publikum, das stehend applaudierte: Eine Zugabe hat es sich herbeigeklatscht.

 

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