Partnerschaft mit Máriakálnok
Freunde zu Gast
Besuch aus Máriakálnok
Viele Bekannte und auch einige Neue hatten sich beim Besuchswochenende der Gäste aus unserer ungarischen Partnergemeinde Máriakálnok eingefunden. Freitagnachmittags wurden die Gäste an der Hüffenhardter Halle empfangen; abends fand ein gemeinsames Essen statt. Ursel Sauer und weitere fleißige Helferinnen hatten dazu etliche Hundert Maultaschen hausgemacht. Überhaupt war Gemeinsamkeit Trumpf bei diesem Wochenende. Zentraler Treffpunkt für gemeinsame Essen am Freitagabend, Samstagabend, beim Empfang am Sonntag sowie der Verabschiedung am Montag war die Halle. Dort hatte Ludwig Sauer und der Partnerschaftsausschuß mit den Helferinnen und Helfern alles wohl vorbereitet. Eine Überraschung hatte der MGV "Sängerbund" Hüffenhardt parat:Freitagabends emfpingen die Sänger die Gäste mit einem musikalischen Willkommensgruß.
Ein besonderes Highlight stand am Samstag auf dem Programm: Ein Besuch von Heidelberg mit Schloßführung und einer Rundfahrt mit dem Solarboot „Neckarsonne“. Während der Busfahrt dorthin „löcherten“ Bürgermeister Sándor Széles und die Mitglieder des Kalnoker Gemeinderats Bürgermeister Bruno Herberich mit kommunalpolitischen Fragen - steht doch in Ungarn eine Gebietsreform an. In Heidelberg selbst rückte dann Schloß und Altstadt in den Mittelpunkt.
Für die Gäste hatte man eine ungarische Führung organisiert, und so wandelten Deutsche und Ungarn auf getrennten Gängen, bis man sich am Großen Faß wieder traf. In der Heidelberger City bestimmte König Fußball das Bild, spielte an diesem Samstag ja Deutschland gegen Schweden. Ein besonderes Schmankerl hatte Wolfgang Hass organisiert: Eine Rundfahrt mit Deutschlands einzigem Solarboot „Neckarsonne“. Selbige konnte man an diesem Tag zur Genüge genießen, so daß zum sonnigen Gemüt der Teilnehmer auch die äußeren Bedingungen stimmten.
Circa 200
Gäste fanden sich am Sonntagmorgen zum Empfang der Gemeinde ein. Musikalisch
hieß der vor zwei Jahren neu gegründete Chor „Lindenblume“ aus Máriakálnok die
Gäste mit deutschen Liedern willkommen. Bürgermeister Herberich begrüßte die
Gemeinderäte aus beiden Gemeinden und ganz besonders seinen Amtskollegen mit
Familien. Die Zahl der Gäste, Gastgeber, ehemaligen Gahlinger und Besucher
zeigen das Interesse am Gedeihen dieser Partnerschaft. Er betonte die
Wichtigkeit des Dazutuns jedes Einzelnen für die europäische Einheit. Das gute
Miteinander, die gegenseitige Hilfe und die Menschlichkeit, auch vor dem
geschichtlichen Hintergrund der Vertreibung, betonte der Kalnoker Bürgermeister
Sandor Széles in seiner Ansprache. Beide Gemeindeoberhäupter forderten zu einer
weiteren, regen Beteiligung an der Partnerschaft auf. Gerade die Begeisterung
der Jugend sei wichtig. So wurde auch der Stellenwert des geplanten
Jugendtreffens betont. Als Gastgeschenk überreichte Széles ein Buch aus dem
Komitat, das dazu einlade, die Schönheiten um Máriakálnok weiter kennen zu
lernen und ein, Ruhe ausstrahlendes, Bild der Gahlinger Wallfahrtskirche. Als
besondere Gabe hatte er eine Skulptur mitgebracht, die das Gemeindewappen von
Máriakálnok als Herzstück hat. Damit wünschte er, sollen die Hüffenhardter seine
Gemeinde weiter ins Herz schließen.
Matthias Schmidt, Vorstandsmitglied der Bundes- und Landesvereinigung der
Deutschen aus Ungarn, sprach ein Grußwort, bevor Bürgermeister Herberich
Dankesworte, insbesondere für die Organisatoren und Helfer des
Partnerschaftsausschusses, sprach. Blumen gab es für Béa Széles, die
Chorleiterin, und Dolmetscherin Rosza Zöller, VHS-Dozentin aus Diedesheim. Im
Anschluß an den offiziellen Teil reichte der Partnerschaftsausschuß ein
Mittagessen. Der weitere Tag stand dann den Familien individuell zur Verfügung.
Ein herzliches Willkommen bereitete Hans Kröninger am Montagmorgen zur Stadtführung in Mosbach - natürlich auf ungarisch. Interessant und unterhaltsam gestaltete er den Rundgang durch die Mosbacher Altstadt. Belustigt wurde dabei natürlich auch der „Kiwelschisser-Brunnen“ betrachtet. Viel zu schnell hieß es am Nachmittag - nach einem herzhaften Vesper in der Halle - dann Abschied nehmen. Wenn auch Tränen flossen, freut man sich schon auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.
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