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Bis auf den letzten Platz besetzt
war das neue Bürgerhaus bei der Einweihung

Schlüsselübergabe vom
Architekt an die Gemeinde und weiter an die Vereine. |
Umgebautes
Bürgerhaus Kälbertshausen eingeweiht
Stolz auf
großartige Gemeinschaftsleistung
Das
Wochenende 15./16. Juli widmete der Hüffenhardter Teilort Kälbertshausen der
Feier seines neuen Bürgerhauses, zu dem sich die frühere Sport- und
Festhalle in nicht ganz 22 Monaten Umbauzeit mauserte. Stolz auf das größte
Gemeinschaftsprojekt, das das 530-Einwohner-Dorf je geschultert hat,
bestimmte die Feier.
Das
vielfach gespendete Lob gipfelte in der Einschätzung des ersten
Landesbeamten im Neckar-Odenwald-Kreis, Michael Knaus, der stellvertretend
für Landrat Dr. Achim Brötel befand: „Kälbertshausen ist mit seinem neuen
Bürgerhaus mehr denn je eine Metropole des Kraichgaus“. Dass das Haus am
rechten Fleck stehe, gut gegründet und vollkommen ausgeführt wurde, sei
Planern, Beratern und vor allem denen zu danken, die mit Hand angelegt
haben, führte Hüffenhardts Bürgermeister Bruno Herberich aus. Vor allem die
über 60 Helferinnen und Helfer, die rund 6000 Arbeitsstunden allein an über
70 Samstagen auf der Baustelle zugebracht hatten, dankte er wie alle
Festredner. Dass es in Hüffenhardt und Kälbertshausen viele Menschen gebe,
die nicht nur Forderungen stellen, sondern auch anpacken, um ein gemeinsames
Ziel zu erreichen, mache ihn stolz, Bürgermeister in dieser Gemeinde zu
sein, sagte Herberich. „Sie alle sind Vorbilder für unsere Gesellschaft“,
gratulierte er zum Bürgerhaus, in dem die Dorfgemeinschaft nun weiter
gedeihen kann. Unter der Anleitung des Hüffenhardter Bauhofleiters Torsten
Hahn und Martin Erlewein, Ortschaftsrat und Bautechniker in Kälbertshausen,
habe sich ein einzigartiger Teamgeist entwickelt, der das Projekt erst
ermöglichte. Einen Wert von über 700000 Euro hätten die Kälbertshäuser
geschaffen. Sie überschritten damit den ursprünglich kalkulierten
Finanzbedarf von 535000 Euro weit. Gesetzliche Vorgaben, behördliche
Auflagen und Altbau-Überraschungen in der 40 Jahre alten Bausubstanz hätten
unter anderem für Mehrkosten gesorgt, die durch die „tolle Muskelhypothek“
mit schließlich rund 100000 Euro ins Gewicht fallen werden, so Herberich.
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Der besondere Dank galt den
vielen Helferinnen und Helfern.
Gefördert
von

der Europäischen Union
(Strukturförderung nach Ziel 2)

Land Baden-Württemberg
(Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum)
und aus
dem Gemeindeausgleichsstock |
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Was
entstanden sei, „ist sein Geld wert“, urteilte Architekt Franz Huber, zufrieden
mit konsequenten Entscheidungen und qualitativ hochwertiger Arbeit: „Hier
gehören Sie zu den Weltmeistern“ sagte er allen Helfern. Keiner hörte das zur
Einweihung lieber als Kälbertshausens Ortsvorsteher Erhard Geörg. Unermüdlich
hatte er zum Helfen eingeladen und blickte als Gastgeber beim Festakt auf die
Umbaugeschichte zurück: Eine größere Halle, neue Sanitärräume, Küche und
Vereinsraum sind aus ersten Renovierungsideen, die bescheiden neue Fenster
gefordert hatten, entstanden. „Geschickt“ habe Herberich Zuschüsse aus dem
Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR), aus der europäische Ziel-2-Förderung
und aus dem Ausgleichsstock „an Land gezogen“. Karl-Heinz Joseph,
SPD-Landtagsabgeordneter für den Neckar-Odenwald-Kreis, will die Forderung nach
einer neuen Förderkulisse weitertragen, denn: „der ländliche Raum braucht die
Identität seiner Ortschaften“. Der gemischte „Edelweiß“-Chor und der Gospelchor
„Join us“ trugen die Musik zum Fest bei, die Kälbertshäuser „Knieschieber“ einen
Sketch im geselligen Teil der Einweihung. Kirchlichen Segen erhielt das
Bürgerhaus von den Pfarrern beider Konfessionen am Sonntag. |