Zum Tod von Pfarrer Roman Gumbel (*15.04.1927   + 25.10.2006)

Trauer um Pfarrer Roman Gumbel
Die Menschen in Hüffenhardt und Kälbertshausen trauern um Pfarrer Roman Gumbel, den Seelsorger der katholischen Kirchengemeinde, der am 25. Oktober überraschend verstorben ist.

 

Pfarrer Gumbel hat die Pfarrgemeinde „Maria Königin“ seit 1962 geleitet. Er war nicht nur für die katholischen Christen ein segensreicher Hirte, sondern für uns alle ein verläßlicher Partner. Mit Interesse hat er das gesellschaftliche Leben in unserer Gemeinde begleitet und mitgestaltet. In seiner herzlichen Art war er ein Garant für das gute Miteinander von Gemeinde, Kirchengemeinden, Vereinen und Institutionen. Mit Dankbarkeit und großer Wertschätzung werden die Bürgerschaft der Gemeinde, der Gemeinderat, Bürgermeister sowie die Vereine und Institutionen sein Andenken bewahren.
Das Foto zeigt Pfarrer Gumbel mit seinem evang. Kollegen, Pfarrer Ihrig, bei der Feier eines ökumenischen Gottesdienstes zur internationalen Jugendfreizeit im August 2006.

   
 
Bericht der Kraichgau Stimme vom 27. Oktober 2006

Er stand bis zuletzt im Dienst seiner Kirche
Der katholische Pfarrer Roman Gumbel starb am Mittwoch im Alter von 79 Jahren
Über die katholischen Pfarrgemeinden von Siegelsbach und Hüffenhardt hinaus trauern die Menschen um Pfarrer Roman Gumbel. Am Mittwoch ist er, 79-jährig, nach kurzer Krankheit und vermeintlicher Besserung gestorben. Im Januar wären 45 Dienstjahre in seinen beiden Gemeinden vollendet gewesen, sein 50-jähriges Priesterjubiläum hat er im Juni gefeiert.
Unbeirrt war der gebürtige Mannheimer seinem Vorsatz gefolgt, Priester zu werden, wenn er „der Hölle“, als die er den Krieg erlebt hatte, entkommen sollte. Keinen Tag in seiner langen Amtszeit kannte er so etwas wie Urlaub. Den katholischen Christen in Siegelsbach, Hüffenhardt und der Teilgemeinde Kälbertshausen ist er nicht nur zuverlässiger Ansprechpartner in Glaubensfragen geworden, sondern vielen auch Freund, geselliger Gesprächspartner und treuer Wegbegleiter. Ökumene galt in seinen Gemeinden längst selbstverständlich, als vielerorts noch diskutiert wurde, ob man sich darauf einlassen solle: Roman Gumbel hat sie gelebt. Bis zuletzt im Schuldienst war der stattliche Mann immer auch den jüngsten Gemeindegliedern bekannt.
In Siegelsbach tauschte Roman Gumbel das schwarze Messgewand oft gegen Arbeitskleidung. Als passionierter Gärtner sah man ihn im Garten werkeln, sein handwerkliches Geschick setzte er unter anderem ein, als der Glockenturm der Siegelsbacher Sankt-Georg-Kirche umgebaut werden musste.
Am Montag wird Pfarrer Gumbel seinem Wunsch entsprechend auf dem Siegelsbacher Friedhof beigesetzt. Um 14 Uhr beginnt das Requiem in der katholischen Kirche mit dem Waibstadter Dekan Winfried Wehrle und vielen Pfarrer-Kollegen. Bereits am Sonntag nach dem Gottesdienst wird der Sarg des Verstorbenen in der Kirche aufgebahrt.

Die Feier zum 50-jährigen Bestehen der Hüffenhardter Pfarrkirche Maria Königin wird sich nun auf einen Dankgottesdienst am 12. November beschränken. Gumbels Kollege und Freund, Neckarbischofsheims Pfarrer Joachim Pieler, wird um 14 Uhr die Predigt in Maria Königin halten.

 

[ zurück ]