Nathan Rees war ein Jahr als Austauschschüler in Deutschland
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Für ein Jahr war Hüffenhardt
die Heimat Unser "Kraichgau-Australier" Nathan Rees ist wieder zurück in "down under". Anfang Januar hat er sich von seinen Freunden und auch vom Bürgermeister im Hüffenhardter Rathaus verabschiedet. Wie der einjährige Aufenthalt des Austauschschülers war, lesen Sie hier: |
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Eine Zeit voller neuer Erfahrungen Das Jahr des australischen Austauschschülers Nathan Rees in Hüffenhardt ging rasch vorbei |
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Vergangenen Montag flog
der bei Familie Bittler untergebrachte australische Austauschschüler wieder
zurück in seine Heimat. Zuvor teilte er noch seine Erfahrungen und Eindrücke
mit, die er während seines Aufenthalts in Deutschland sammeln konnte. |
| So hat die Kraichgau Stimme am 03.03.2006 berichtet: | |
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Der Kraichgau hält, was Deutschland verspricht Von Annette Gast-Prior |
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| Auf Berggipfeln hat Nathan Rees schon Schnee gesehen. Dass er vor der Haustür in das nasse Weiß tritt, ist eine neue Erfahrung. Der 17-Jährige macht sie gerade in Hüffenhardt. Seit drei Wochen wohnt Nathan hier und hätte sich kein ferneres Ziel für sein Auslandsjahr aussuchen können. | |
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Aus Hobart auf Tasmanien südlich von Australien ist er 24
Stunden lang buchstäblich um die halbe Welt geflogen. Das war am 13. Januar,
das Ziel Düsseldorf: Deutsch-Crashkurs mit allem, was dazu gehört.
Landeskunde, erste Einblicke in deutsche Umgangsformen, Tipps, wie man sich
im öffentlichen Leben zurechtfindet. Nach der Ankunft bei Familie Bittler in
Hüffenhardt dauerte der Rundgang mit Sohn Björn durchs nicht einmal
2000-Seelen-Dorf nur eine halbe Stunde. „Da war er erst mal geschockt“, sagt
Gastmutter Beate lachend. Hobart ist die weithin ausgedehnte Hauptstadt des
australischen Bundesstaates Tasmanien. 200 000 Einwohner. Der Dezember samt
Weihnachten fällt dort ins Sommerhalbjahr, und so etwas wie Fasching kannte
Nathan bis vor kurzem nicht einmal vom Hörensagen. Er hat sich gründlich informiert in den vergangenen Tagen und ist begeistert: Zwei Narrenfeste in Hüffenhardt, dazu Waibstadt und Eschelbronn hat er als Crocodile Dundee gut überstanden. Seine Welt ist wieder in Ordnung. Deutschland hält auch im Kraichgau, was es in der Vorstellung des sympathischen junge Mannes versprach: „Autobahnen, Schnee, Bier, Brot, Mädchen und Spaß.“ In dieser Reihenfolge erzählt Nathan, noch in gebrochenem Deutsch, was sein Weltbild bisher zum Thema Germany hergab. Schon die ersten Wochen in der fremden Welt haben ergeben, dass es wirklich weit weniger Restriktionen für Jungendliche gibt, als in der konservativ geprägten Heimat. Im Pulk internationaler Austauschschüler zu verschwinden, hat Nathan hier keine Chance. Den Bürgermeister hat sein Austausch-Institut Youth for Understanding (YFU) über den Gast informiert, und übernächste Woche wird er offiziell begrüßt. Dass Nathan Fußballprofi werden will und ein begabter Spieler ist, hat sich gleich bis zur ersten Mannschaft herumgesprochen, mit der er trainiert. Auch die TSG Hoffenheim interessiert sich für den Spieler, der in seiner Heimat mehrfach bei nationalen Talentwettbewerben ausgezeichnet wurde. Zwar sei Fußball der beliebteste Sport in Australien, genieße aber keine mit Europa vergleichbare Medienpräsenz, weiß Nathan. Gefragt, ob er deutsche Spieler kenne, ist sein smartes Lächeln Antwort genug. Die Provokation, ob ihm nicht Brasilien besser gefalle, quittiert er mit einem diplomatischen „Die WM ist hier.“ Schon seit Jahren wünschte er sich, Europa zu sehen. Nirgends sonst kann er so viele Kulturen auf so kurzen Wegen kennen lernen. Außer einem Ausflug nach Berlin gibt es noch keine fixen Pläne, aber Nathan ist klar: Er will so viel sehen wie möglich. Wenn das Handy klingelt, ruft niemand aus Australien an - es sind deutsche Freunde, und Nathan ist glücklich, schon jede Menge Jugendliche zu kennen. Im Neckarbischofsheimer Gymnasium ist er freundlich aufgenommen worden. Sehr fremd ist ihm das Schulsystem mit festen Klassenverbänden, aber Nathan sagt von sich: „Ich bin Optimist“ und kann sich gut anpassen. An das ur-deutsche Sauerkraut wird er sich allerdings nicht gewöhnen, so viel ist sicher. Seine beste essbare Entdeckung sind Brötchen - bis jetzt. |
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