Bürgerversammlung 2007
Schon traditionell am Anfang des Jahres lädt Hüffenhardt seine Bürgerinnen und Bürger zur Zusammenkunft ein. Auch heuer war die Bürgerversammlung wieder gut besucht, bei der Ehrungen und Informationen auf der Agenda standen. 
   
Hüffenhardter Bürgerversammlung weckte Erinnerungen und machte neugierig auf das Kommende

Gemeinderat und Verwaltung auch 2007 „alltäglich greifbar“
Von Annette Gast-Prior
Was in so einem Jahr steckt“ erstaunte die Hüffenhardter beim Jahresrückblick im Bild: Auch heuer galt der Fotorevue großes Interesse - genauso wie einer ausführlichen Presseschau, die so manchen staunen ließ, was 2006 Berichtenswertes in der Gemeinde passierte. Sektempfang und die Ehrung der Sportler und Blutspender gehörten am Wochenende zum Programm der Bürgerversammlung. Außerdem hatte die Verwaltung eine Ausstellung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Neckar-Odenwald-Kreises (Wino) ausgeliehen, die über Einsparpotenziale beim Energieverbrauch in Wohngebäuden informierte.

Rund 150 Einwohner waren der Einladung in die Mehrzweckhalle gefolgt, in der Bürgermeister Bruno Herberich auch im fortgeschrittenen Januar seine Neujahrswünsche unter die Leute brachte und anbot: „Wir sind alltäglich für sie greifbar.“ Seine Ansprache würzte er mit Zitaten berühmter Persönlichkeiten von Cicero bis Wilhelm Busch. Von letzterem entlieh Herberich den gereimten Wunsch, dass gelingen möge, was man anpackt. So riet Hüffenhardts Bürgermeister ins neue Jahr zu gehen, auch in Zeiten, in denen der Staat nicht mehr für alle Belange heranzuziehen sei. „Wir müssen lernen, auch mal kleinere Schritte zu tun“, dann werde man das Mögliche mit dem Erforderlichen in Einklang bringen. Bezogen auf das Aufgabenheft der Gemeinde betrifft das 2006 zum Beispiel die Entwässerungssysteme. Nach den Hochwasserschäden des letzten Sommers steht deren Optimierung auf dem Plan. Dem Ziel, so viele Schäden wie möglich zu vermeiden oder sie zu verringern, widmete sich zunächst eine Bestandsaufnahme. Diese werde im Februar im Gemeinderat diskutiert. Was schließlich verbessert werden kann, ist noch offen. 100.000 Euro hat die Kommune derweil schon für die Sanierung des Kindergartendachs gesetzt: Ob Begrünung oder Photovoltaik steht zur Entscheidung, sicher ist, dass mit möglichst geringen Mitteln für die nächsten Jahrzehnte vorgesorgt werden soll. 2008 könnte ein neues Löschtruppenfahrzeug im Feuerwehrgerätehaus stehen. 240.000 Euro kostet das Wunschmodell LF 10/6, das dann ein fast 30 Jahre altes Auto ersetzen soll. Schließlich sollen die Sanierungsarbeiten an Dach und Fachwerk des Rathauses beginnen, damit es zu seinem 450-jährigen Jubiläum 2009 gut dasteht.
Diskussionsstoff an den Stehtischen, an denen die Freiwillige Feuerwehr die Bewirtung übernahm, gab die Fotosammlung alter Hüffenhardter Birnensorten von Fritz Witter, Karl Bräuchle und Gustav Haas. „Das ist für jeden Flüchtling Pflicht“, fand Herbert Schneider beim Studium des Werks von Emil Prinke:  Zur Archivierung und Vervielfältigung hat er der Gemeinde seine Rückschau „60 Jahre Vertreibung“ überlassen. Auf reges Interesse stieß auch der Bildband zum 50-Jahre-Jubiläum des Wasserzweckverbands Mühlbachgruppe und die 2006 neu aufgelegte Wander- und Radkarte kleiner Odenwald, Kraichgau und Brunnenregion.

 

Ehrungen bei der Bürgerversammlung 2007

Eine deutsche Meisterin und ein 100-facher Blutspenden-König

Hüffenhardt würdigte herausragende Leistungen seiner Bürger

 

Von Annette Gast-Prior

 

 

 

 

 

Am 1. März wird Bertold Sigmann aus Hüffenhardt sich zum 102. Mal zum guten Zweck anzapfen lassen: Für 100 Blutspenden nahm er bei der Bürgerversammlung seiner Heimatgemeinde jetzt „eine ganz seltene Ehrung“ entgegen. Zum ersten Mal verlieh Bürgermeister Bruno Herberich gemeinsam mit den Vorsitzenden des DRK-Ortsvereins, Ulrike Weyher und Tobias Neff, die goldene Ehrennadel mit goldenem Eichenkranz und lobte Sigmann als bestes Beispiel für andere Blutspender. Sozusagen auf halber Strecke folgen Sigmann mit respektablen 50 Spenden Hugo Eisenbeiser und Manfred Kellner sowie der Kälbertshäuser Gerhard Mößner. Als Einziger hat Felix Burth 2006 das silberne Spendenjubiläum erreicht, sieben Frauen und Männer sorgten zehn Mal für Nachschub bei dem kostbaren Saft. Dies sind Claudia Diefenbacher, Gabriele Diehm, Elke Hahn, Tobias Neff, Wolfgang Schiemer, Eva Schimpl und Lothar Sigmann.

Auf sportlichem Terrain verzeichneten in der Jahresrückschau einzig die Hüffenhardter Schützen vom KKS Erfolge – dafür aber zahlreich. Die Sensation 2006 war der Sieg Bernadette Müllers beim Sommerbiathlon im thüringischen Oberhof. Als deutsche Meisterin im Massenstart und Vize im Sprint wurde sie im September gebührend gefeiert: „Der Sommerbiathlon wurde zwar nicht in Hüffenhardt erfunden“, räumte Bürgermeister Bruno Herberich ein, beschert aber seit über zwölf Jahren dem Verein immer wieder Erfolge. Mit Stephan Fülz, dem Rappenauer Christian Geml und den Brüdern Patrik und Tobias Haag aus Schwarzach, die alle auf „der Deutschen“ starteten, schickt sich die Vereinsjugend an, diesen Weg fortzusetzen. Dass den Bogenschützen das Glück hold bleibe, wünschte Herberich ganz aktuell: Im Februar können sie eine Serie gelungener Wettkämpfe als Aufsteiger in die 2. Bundesliga zuende bringen. Bei den Landesmeisterschaften haben sich die KK-Schützinnnen Melanie Ebend und Michaela Müller in zwei Disziplinen unter den ersten drei platziert. Zusammen mit Christina Niederbacher und Stefanie Müller erreichten die Damen als Mannschaften den Landesmeisterinnentitel im KK-Liegendkampf und den Aufstieg in die Luftgewehr-Landesliga. Den Bogen raus hat Lena Rohmfeld, Hochhausen. Sie wurde Landesmeisterin in der Juniorenklasse. Hoffnungsvoller Nachwuchs-Bogenschütze ist außerdem Thomas Rohland, der an der Deutschen Meisterschaft teilnahm, Landesmeisterschaften absolvieren inzwischen die Jugendlichen Lucienne Wahl, Gina Rambacher und Tobias Schneider.

Ebenfalls sportlich zeigten sich neun aktive Hüffenhardter Wehrmänner, die 2006 das Feuerwehr-Leistungsabzeichen in Bronze erwarben. Heiko Weber (Gruppenführer), Heiko Betz, Manuel Bödi, Alexander Erlewein, Roman Groß, Stephan Müller, Götz Prinke, Christian Vierling, Carsten Wöhling und Ausbilder Pierre Stadler wurden dafür ausgezeichnet. Dass sie die Leistungsübung auf Zeit bestanden, ist für Herberich ein Zeichen, „Dass unsere Sicherheit in guten Händen ist“. 

 

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