Bogenschützen steigen in 2. Bundesliga auf

Meister der Regionalliga Südwest kehrt in zweithöchste Liga zurück

KKS-Bogenschützen feiern Wiederaufstieg in 2. Bundesliga 
Das Unternehmen "Rückkehr" ist geglückt. Nach einer erfolgreichen Saison in der Regionalliga kehren die Bogenschützen des KKS Hüffenhardt in die 2. Bundesliga zurück. Mit sieben Punkten Vorsprung sicherten sie sich am letzten Wettkampftag in Schramberg die Meisterschaft. Herzlichen Glückwunsch und in der Bundesliga dann wieder "Alle ins Gold"!            
Abschlußtabelle der Regionalliga Südwest
   
Der goldene Schuss
Bericht in der Kraichgau Stimme vom 14.02.2007   Von Annette Gast-Prior
   
Die Hüffenhardter Bogenschützen sind zurück: Nach ihrem Abstieg aus der 2. Bundesliga Süd im Januar 2005 kehrten sie am Sonntag siegreich aus Schramberg im Schwarzwald heim. Der vierte und entscheidende Wettkampf war der vierte in Folge, den das Team des Kleinkaliber Schützenvereins 1824 e.V. mit dem ersten Platz für sich entschied.
Mit ihrem stärksten Ergebnis von 1538 Ringen und 13 Pluspunkten hatten sie die Runde im November im schwäbischen Welzheim begonnen. Obwohl der letzte Wettkampf mit einer Ringzahl von 1494 für Hüffenhardt der schlechteste in der ganzen Runde war und mit einer Niederlage gegen den Tabellenletzten (Kandel) begann, hielten sich die Bogenschützen aus dem Kraichgau auf dem ersten Platz und machten ihren Aufstieg perfekt. Nur die erstplatzierte der acht Mannschaften darf die Regionalliga Südwest verlassen und in die 2. Bundesliga als nächsthöhere Klasse einziehen. Auf welchem Rang sie dort im November 2007 antreten werden, hängt von den Ergebnissen der anderen Verbände ab.
„Die Stimmung war gut“, sagt Bogen-Abteilungsleiterin Renate Noack, die wie immer mit ihrem Team mitfieberte: „Inzwischen sind wir wettkampferprobt und ruhiger geworden.“ Achim Noack und Deborah Rieger hatte durchgängig Thomas Rohland zur Seite gestanden. Der Eberbacher, dem in seinem Heimatverein Schefflenz neue Herausforderungen fehlten, machte die Abwesenheit des Hüffenhardter Stammschützen André Kubach wett. Letzteren hat es beruflich nach Südafrika verschlagen, von wo aus er den Siegeszug seiner Mannschaft mitverfolgte. In der nächsten Trainingsrunde, die im Frühjahr beginnt, wird er wieder bei seiner Mannschaft sein. Die Team-Vereinbarung, Rohland immer als dritten Mann einzusetzen, wenn die Stoppuhr oft nur noch unter 40 Sekunden für die letzten zwei Pfeile ließ, erwies sich als klug. Den 17-Jährigen brachten weder Uhrzeiger noch nervöse Kollegen aus der Ruhe, seine Pfeile trafen zielsicher und schnell ins Gold.
Noch immer treten pro Match drei Schützen je Mannschaft an, allerdings nach neuem Reglement mit je zwei statt bisher drei Pfeilen, die sie in 120 statt früher 180 Sekunden ins Ziel bringen müssen. Maximal können sie 240 Ringe erreichen. Ein Ringe-Vorsprung bringt zwei Siegpunkte, Gleichstand jeweils einen Sieg- sowie einen Verlierer-Punkt.
Zum Zug kamen in der letzten Wettkampfrunde am Samstag, in der die üblichen sieben Matches à vier Begegnungen geschossen wurden, auch die junge Lena Rohmfeld, KKS-Urgestein Walter Kircher und Karl-Heinz Zeberer. Da war der erste Platz mit 45 Siegpunkten vor dem härtesten Gegner, dem PSV Reutlingen (38:18 Punkte), bereits unter Dach und Fach. Parallel zum Bundesliga-Team will der KKS heuer seine Bogen-Jugend in die Landesliga schicken, um dem Nachwuchs Wettkampferfahrung zu verschaffen. Noack und Rohland haben sich neben ihrem jüngsten Teamerfolg auch für die deutsche Hallenmeisterschaft in drei Wochen in Mühlheim/Ruhr qualifiziert.
Die neue Zweitliga-Saison soll, wenn alles planmäßig läuft, der KKS als Gastgeber eröffnen. Im November hat Bürgermeister Bruno Herberich, bekennender Bogen-Fan, die Ludwig-Erhard-Halle in Mosbach reserviert. Die Schützen wünschen sich dort dann allerdings einen anderen Start als vor zwei Jahren: 2005 hatte ihnen ihr erstes Heimspiel als Ausrichter eines so hochrangigen Wettkampfs den Abstieg beschert. 
   
  Bericht der Kraichgau Stimme vom 2. Wettkampftag

Kurzbericht vom 3. Wettkampftag

 

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