Kreisaltersheim Hüffenhardt feiert Einweihung des Erweiterungsbaus

Tag der offenen Tür am Sonntag, 11. März 2007, von 11:00 Uhr bis 16:00 Uhr
 

Einweihung des Neubaus am Kreisaltersheim
Nach nur einjähriger Bauzeit wurde am 2. März 2007 der Erweiterungsbau des Kreisaltersheims Hüffenhardt übergeben.
Beim Tag der offenen Tür interessierten sich mehrere Hundert Besucher aus der näheren und weiteren Umgebung für das neue 
   

Nachdem der Erweiterungsbau des Kreisaltersheims Hüffenhardt bereits Anfang März offiziell eingeweiht wurde, erhielt die Bevölkerung Mitte März die Möglichkeit, sich ein umfassendes Bild machen zu können. Am Sonntag, dem 11. März, fand ein rege genutzter  „Tag der offenen Tür“ statt .

Durch die Baumaßnahme, in die rund 3,7 Millionen Euro investiert wurde, werden zusätzlich 45 Pflegeplätze angeboten und damit insgesamt 135 alte und pflegebedürftige Menschen – übrigens ausschließlich in Einzelzimmern – ihren ganz individuellen Bedürfnissen entsprechend betreut.

 Zukunftsorientiert ist das Projekt durch die Schaffung einer Hausgemeinschaft und einer Dementenstation.

Von 11 bis nach 16 Uhr nahmen viele interessierte Besucher die Gelegenheit wahr. Nachmittags begrüßte Landrat Dr. Armin Brötel die Gäste, und anschließend stellte Heimleiter Michael Hummel sein neues Haus vor. Die über den ganzen Tag angebotenen Hausführungen waren begehrt und wurden ergänzt durch verschiedene Aktionen und Informationen zum Thema Gesundheit und Pflege. Bestens kam auch das kulinarische Angebot an.

   
Bericht der Kraichgau Stimme vom 05.03.2007

Die Bewohner kommen diese Woche
Einweihung des 3,7 Millionen Euro kostenden Anbaus ans Kreisaltersheim
Von Annette Gast-Prior

Zuerst waren die Diskussionen um die Realisierbarkeit eines Anbaus an das Hüffenhardter Kreisaltersheim (KAH) ein Hindernislauf, der sich zwei Jahre hinzog. Doch dann lagen zwischen Spatenstich und Einweihung nur 13 Monate.„Ein fulminanter Endspurt mit strahlendem Zieleinlauf“ - sportliches Vokabular wählte Landrat Dr. Achim Brötel bei der Einweihung: 2600 Quadratmeter Nutzfläche schließen auf drei Geschossen an das Haus mit bisher 90 Pflegeplätzen an, das der Neckar-Odenwald-Kreis betreibt.
45 neue Heimplätze kommen. 16 davon bilden eine Station, die speziell auf die Bedürfnisse Demenzkranker ausgerichtet ist. Acht Menschen können in einer Hausgemeinschaft als Selbstversorger wohnen. Obwohl der Kreis mit Pflegeeinrichtungen laut Brötel „deutlich überversorgt“ ist, stimmte der Kreisrat 2003 einer Erweiterung des KAH in Hüffenhardt zu. Mit aktuellen Zahlen aus der Pflegestatistik 2005 belegte der Landrat, dass diese Form der Zukunftsvorsorge berechtigt sei: Im Landkreis werde sich die Anzahl der über 85-Jährigen bis 2020 mehr als verdoppeln - ein Spitzenwert in Baden-Württemberg. Selbst wenn medizinische Fortschritte das Pflegerisiko senken, werden immer mehr alte Menschen in Heimen zu versorgen sein.
Der Kostenrahmen von 3,7 Millionen Euro sei „punktgenau eingehalten“ worden und habe sogar noch Qualitätssteigerungen erlaubt, darunter ein Farbkonzept. Ein Garten der Sinne im Innenhof, um den die Wohn-, Gemeinschafts- und Therapieräume angeordnet sind, ist das Schmuckstück des Hauses. Auch in finanzieller Hinsicht herausragend: Ein Kostendefizit von über 20 000 Euro sehe Heimleiter Michael Hummel gern durch Spenden gedeckt. Er selbst hat mit Mitarbeitern, Hüffenhardts Bürgermeister Bruno Herberich und einem Gemeinde-Geschenk den Anfang gemacht.
Die Beschäftigten stellen sich der Aufgabe, neue Wege in der Altenpflege zu beschreiten - um Spuren zu hinterlassen und einen ausgeglichenen Haushalt zu gewährleisten. Vor allem wollen sie den Bewohnern gute Lebensqualität bieten. „Wir werden durchsichtig“, sagte Michael Hummel: Mehr Verantwortung, mehr Belastung der Mitarbeiter, aber auch die Herausforderung, weiter den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, nehme man an.
Hüffenhardts Bürgermeister und NOK-Kreisrat Bruno Herberich ist sicher: „Der Pflegenotstand kommt.“ Er steht hinter dem „zukunftsträchtigen“ Kreistagsbeschluss und hob auf die gute Integration des Hauses in die Gemeinde ab: „Das KAH gehört zu uns.“ Dass es dem Kreis gehöre, sei ihm recht und könne so bleiben.„Hervorragende Leistungen“ und ein ausgezeichneter Ruf sprächen dafür, genauso wie die hohe Nachfrage und, so Brötel, „eine Auslastung, von der andere nur träumen können“.
33 neue Arbeitsplätzen kommen wohl zu den bislang 82 dazu. Die ersten Heimbewohner kommen diese Woche.
Einen Tag der offenen Tür des Kreisaltersheim gibt es am Sonntag, 11. März, von 11 bis 17 Uhr.

   

 

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