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John-Ausstellung bis 1.
Juni verlängert Seit 22. April gibt es im Bad Rappenauer Rathaus über 200 Exponate des Hüffenhardter Künstlers Edgar John zu sehen. Aufgrund des überragenden Erfolgs der Retrospektive, die inzwischen von mehr als 4.000 Kunstbegeisterten besucht wurde, wird die Ausstellung um eine Woche bis einschließlich 1. Juni 2007 verlängert. Mehr dazu gibt es unter www.edgar-john.de |
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Heimatmaler und Karikaturist (Bericht der Kraichgau Stimme) |
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Von Annette Gast-Prior |
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Das John’sche Haus in Hüffenhardt steckt voller Bilder, und alle erzählen Geschichten. Wie vielseitig der bekannte Kunstmaler war, zeigt die erste John-Retrospektive ab Sonntag, 22. April, im Bad Rappenauer Rathausfoyer. |
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BAD RAPPENAU - Als würde er jeden Moment nach Hut und Skizzenblock greifen, die Zigarrendose einstecken und seine Frau Erika fragen, ob sie auch den Regiestuhl nicht vergessen hat, auf dem er bei der Arbeit zu sitzen pflegte. Im Atelier in der Hüffenhardter Gartenstraße ist Edgar Johns Hinterlassenschaft unberührt, sein Arbeitszimmer lässt elf Jahre nach dem Tod des 83-jährigen Malers ahnen, wie er gelebt hat. Künstlerflair Das John-Haus, Elternhaus von Erika John, atmet Künstlerflair. Keine Wand, die nicht von einem Bild geschmückt ist. Wie eine Galerie wirkt dieses Heim, in dem Erika John Jahrzehnte mit ihrem Gatten gelebt hat. Aber nichts an dieser Atmosphäre mutet gekünstelt an. Nicht nur die unzähligen Werke Johns, Rötel- und Kohlezeichnungen, Öl- und Aquarellgemälde, Tusche- und Bleistiftzeichnungen: Alles ist authentisch, gewachsen, ein einziger fulminanter Blick in ein ausgefülltes Leben. Wie sehr es von Familie, Künstler- und anderen Freunden geprägt war, erzählen liebevoll arrangierte Erinnerungsstücke - und die Wohnzimmerdecke: Bei Renovierungsarbeiten durfte niemand an der Unterschriftensammlung rühren, die beim Blick nach oben bezeugt, dass das Heim ein gastfreundliches, offenes Haus ist. Ausstellung Eine Retrospektive auf Johns umfangreiches künstlerisches Schaffen bietet vom 22. April an eine Ausstellung im Bad Rappenauer Rathaus. Sie wird auch unbekanntere Seiten des Hüffenhardters zeigen. Aus seinem Lebenswerk spricht die Nähe, die für viele Sammler und Bewunderer dem Begriff Heimat ein Gesicht gab. Nach Ortschaften sortiert, bewahrt Erika John die Tuschezeichnungen auf, die teils koloriert von 1963 bis 1997 als Kalender weit verbreitet waren: Bad Rappenau nimmt im Regal viel Platz ein, Heinsheim, Bad Wimpfen. Den Charme idyllischer Orte im Odenwald und im Neckartal von Heidelberg bis Heilbronn hat John aufgespürt und festgehalten. Weil er zeitlebens nie einen Führerschein besaß, war Erika seine Chauffeurin und Begleiterin. „Er war ein vorbildlicher Beifahrer“, lobt sie den Ehemann, „auch wenn mal das Benzin ausging.“ Schon früh hatte sich der Maler in der Kunst des Porträtierens geübt. Kostbar sind die Bildnisse Karl Valentins oder des Clowns Grock. Nach Studien in Mannheim, Berlin, Kassel und Königsberg wirkte John vor dem Zweiten Weltkrieg als Pressezeichner und verewigte bekannte Persönlichkeiten. Seine Kriegsjahre in Russland verarbeitete er mit Bildern aus der Gefangenschaft, danach die Eindrücke des Heimkehrers von Zerstörung, Wiederaufbau und Neuanfang. Edgar John fasste in Hüffenhardt Fuß und engagierte sich als Gemeinderat und Bürgermeisterstellvertreter, wurde Mitbegründer von Sport- und Schützenverein und bebilderte jahrelang die Bühne der Carnevalisten. Die Ausstellung im Bad Rappenauer Rathaus beginnt am Sonntag, 22. April, um 15 Uhr. Bis zum 26. Mai ist sie montags bis mittwochs von 8 bis 16 Uhr, donnerstags bis 18 Uhr, freitags bis 12 Uhr, samstags von 9 bis 12 Uhr geöffnet. ag |
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