Hüffenhardt - Was in der Jugendarbeit gang und gäbe ist, überträgt Hüffenhardt
auf seine Bürger, die 60 Jahre und älter sind: Der erste selbstverwaltete
Seniorentreff feierte unlängst einen fröhlichen ersten Geburtstag mit allem, was
dazu gehört: Mit einem großen Geburtstagskuchen, der gleichzeitig ein
Überraschungsgeschenk von Bürgermeister Bruno Herberich war, und einer gut
gelaunten Schar von Geburtstagskindern. Als Besuch hatten sich das Ortsoberhaupt
und Pfarrer Christian Ihrig angekündigt.
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Wie es früher war 21 Frauen und der einzige Mann in der Runde, Viktor
Grenner, kommen so oder in kleinerer Runde seit dem 3. Mai vergangenen
Jahres alle zwei Wochen zusammen, neue Gesichter sind ihnen willkommen.
Immer ist das Kaffeetrinken von Michaela Uhle und ihrem Team vorbereitet,
immer tragen Einzelne etwas zur Gestaltung des Nachmittags bei.
Kurzweilig sei es, beschreibt Irmtraud Weiß: „Wir spielen,
erzählen, singen. Manchmal liest eine etwas vor.“ Anneliese Bräuchle zum
Beispiel, die 86-jährige Mundart-Schriftstellerin, die den kürzesten Weg zum
Mittwochs-Treff hat, trägt ihre selbst verfassten Mundartgedichte und
-geschichten vor und erzählt auch schon einmal darüber hinaus vom Dorfleben,
wie es früher war. Auch die kleineren Werke des Wollenberger Schreibers
Hermann Siegmann kommen zum Vortrag, Bewegungsspiele kennen viele von der
Seniorengymnastik und leiten hie und da dazu an. Zum Einjährigen wollten die
Unterhaltungsbeiträge gar kein Ende nehmen. Auf eine bekannte Melodie
konnten alle das „Seniorenlied“ mitsingen, Uhle selbst hatte ein
Geburtstagsgedicht verfasst, und bei der Dialog-Geschichte von „Schiller und
Schaller“ vergossen manche Lachtränen. Auf die Anregung einer Bürgerin hin
hatte der örtliche Krankenpflegeverein im Frühjahr 2006 die Idee eines
Seniorentreffs weitergetragen. Das evangelische Gemeindehaus steht seither
dafür offen.
Die Treff-Gäste dankten am Mittwoch Pfarrer Ihrig mit
einer Spende, Michaela Uhle mit Blumen. Herberich freute sich über so guten
Zuspruch und den Ablauf der Treffen: „Diese Generation hier hat gelernt,
sich selbst zu organisieren“, stellte er fest, und wünschte, man möge auch
in anderen Bereichen „wieder mehr in diese Richtung kommen“.
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