Mittwochs-Seniorentreff feiert „Geburtstag“
Seit einem Jahr beliebter, zwangloser Treffpunkt im Kirchengemeindehaus


Zweimal im Monat kommen sie um 14:30 Uhr im Kirchengemeindehaus zusammen, erzählen, spielen oder singen zusammen. Kaffee und ein Süßstückchen oder ein Brezel gibt es immer. In seinem ersten Jahr des Bestehens hat sich der offene Treff für Menschen so ab 60 Jahren etabliert. Unter der „Obhut“ von Michaela Uhle organisiert sich die muntere Gesellschaft selbst - ganz so, wie es auch beabsichtigt war. Der Krankenpflegeverein hat den Impuls gegeben, die Kirchengemeinde stellt den Raum zur Verfügung. Zwischen 15 und 25 Personen kommen immer, meistens Damen, wobei weitere Herren herzlich willkommen sind.

Am 23. Mai kann nun der erste „Geburtstag“ gefeiert werden. Dazu wird herzlich eingeladen - natürlich auch Neu-Interessierte. Weitere Informationen gibt es bei Frau Michaela Uhle (Telefon 16 20),


 

Geburtstagskuchen für den Seniorentreff

                                                                                           
                                                                                                 Von Annette Gast-Prior


Hüffenhardt - Was in der Jugendarbeit gang und gäbe ist, überträgt Hüffenhardt auf seine Bürger, die 60 Jahre und älter sind: Der erste selbstverwaltete Seniorentreff feierte unlängst einen fröhlichen ersten Geburtstag mit allem, was dazu gehört: Mit einem großen Geburtstagskuchen, der gleichzeitig ein Überraschungsgeschenk von Bürgermeister Bruno Herberich war, und einer gut gelaunten Schar von Geburtstagskindern. Als Besuch hatten sich das Ortsoberhaupt und Pfarrer Christian Ihrig angekündigt.
 
 

Sie erzählen, singen und sind einfach nur gut gelaunt: Die Teilnehmer des Hüffenhardter Seniorentreffs. Bürgermeister Bruno Herberich brachte ihnen sogar einen Geburtstagskuchen mit, den sich die Senioren schmecken ließen.Foto: Annette Gast-Prior


Wie es früher war 21 Frauen und der einzige Mann in der Runde, Viktor Grenner, kommen so oder in kleinerer Runde seit dem 3. Mai vergangenen Jahres alle zwei Wochen zusammen, neue Gesichter sind ihnen willkommen. Immer ist das Kaffeetrinken von Michaela Uhle und ihrem Team vorbereitet, immer tragen Einzelne etwas zur Gestaltung des Nachmittags bei.

Kurzweilig sei es, beschreibt Irmtraud Weiß: „Wir spielen, erzählen, singen. Manchmal liest eine etwas vor.“ Anneliese Bräuchle zum Beispiel, die 86-jährige Mundart-Schriftstellerin, die den kürzesten Weg zum Mittwochs-Treff hat, trägt ihre selbst verfassten Mundartgedichte und -geschichten vor und erzählt auch schon einmal darüber hinaus vom Dorfleben, wie es früher war. Auch die kleineren Werke des Wollenberger Schreibers Hermann Siegmann kommen zum Vortrag, Bewegungsspiele kennen viele von der Seniorengymnastik und leiten hie und da dazu an. Zum Einjährigen wollten die Unterhaltungsbeiträge gar kein Ende nehmen. Auf eine bekannte Melodie konnten alle das „Seniorenlied“ mitsingen, Uhle selbst hatte ein Geburtstagsgedicht verfasst, und bei der Dialog-Geschichte von „Schiller und Schaller“ vergossen manche Lachtränen. Auf die Anregung einer Bürgerin hin hatte der örtliche Krankenpflegeverein im Frühjahr 2006 die Idee eines Seniorentreffs weitergetragen. Das evangelische Gemeindehaus steht seither dafür offen.

Die Treff-Gäste dankten am Mittwoch Pfarrer Ihrig mit einer Spende, Michaela Uhle mit Blumen. Herberich freute sich über so guten Zuspruch und den Ablauf der Treffen: „Diese Generation hier hat gelernt, sich selbst zu organisieren“, stellte er fest, und wünschte, man möge auch in anderen Bereichen „wieder mehr in diese Richtung kommen“.

 

 

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