Seniorenwohnungen und Zahnarztpraxis
Sieben seniorengerechte Wohnungen und eine Zahnarztpraxis entstehen in direkter Nachbarschaft zum Kreisaltersheim. Im Juni gab der Gemeinderat grünes Licht für das Projekt der  Prinke Bau-GmbH - Mitte Oktober fand der Spatenstich statt.

Seniorengerechtes Wohnen in Hüffenhardt

Kraichgau Stimme vom 19. Juni 2007 
 

In einem Jahr bezugsfertig

Von Annette Gast-Prior

Hüffenhardt - Das Bauvorhaben, über das der Hüffenhardter Gemeinderat heute entscheiden wird, ist kein alltägliches: In unmittelbarer Nachbarschaft zum Kreisaltersheim (KAH) sollen künftig Senioren ein neues Mehrfamilienhaus bewohnen. Fünf Eigentumswohnungen mit zweieinhalb- beziehungsweise dreieinhalb Zimmern und zwei Penthousewohnungen mit 100 Quadratmetern Wohnfläche sollen im Dienernweg den Käufern „ein selbstständiges, unabhängiges Leben in vertrauter Umgebung“ ermöglichen. Bauherr ist die ortsansässige Prinke Bau GmbH. Für Bürgermeister Bruno Herberich erfüllt sich außerdem mit der Option, in dem Haus eine Zahnarztpraxis anzusiedeln, ein lange gehegter Wunsch: Seit 2002 hatte die Verwaltung einen Nachfolger für den Zahnarzt gesucht, der bis zu seinem Ruhestand eine Praxis im Ort geführt hatte.

Jetzt erinnerte sich ein Zahnarzt aus Bad Rappenau an die Ausschreibungen von damals und meldete Interesse an. „Nach all den Bemühungen ein schöner Erfolg“, freut sich Bürgermeister Bruno Herberich, der in der heutigen Gemeinderatssitzung ein eindeutiges Votum für das Projekt erwartet: „Das ist für die Ortsentwicklung positiv.“ Die Planungen sind den Räten nicht ganz neu. Weil der Bauherr als Standort ein Gemeindegrundstück gewählt hat, wurde der Kauf bereits abgesegnet, erklärt Herberich. Erstmals hatte er bei der Ortsbegehung im Frühjahr öffentlich angekündigt, es gebe einen Investor, der in Altersheimnähe Seniorenwohnungen bauen wolle.

Das Grundstück liegt im Dreieck zwischen Dienern- und Blindenrainweg. Dort bildet das Mischgebiet den Übergang zum Gewerbegebiet Gänsgarten. Bestehende Wohngebäude werden den Neubau flankieren. Rollstuhlgerecht und barrierefrei soll nicht nur das ganze Haus gebaut werden, sondern auch ein Verbindungsweg zum im März eingeweihten Anbau an das Kreisaltersheim. Gunther Prinke, als Senior der Planer im Bauunternehmen, sieht vor, dass die künftigen Bewohner Synergien mit dem KAH nutzen. Deshalb hat er früh Heimleiter Michael Hummel in seine Überlegungen einbezogen. Zum Beispiel soll, wer nicht mehr selbst kochen kann, die Mahlzeiten im KAH einnehmen oder sich von dort versorgen lassen können. Auch an Leistungen im hauswirtschaftlichen Bereich denkt Prinke, dessen Sohn Jochen die Bauarbeiten ausführt.

Zu den Eigentumswohnungen gehören (Behinderten-)Parkplätze und ein Aufzug, den barrierefreien Ausbau des modernen Pultdach-Baus hat eine Bad Friedrichshaller Architektin an aktuellen Standards ausgerichtet. „Ich habe die Idee schon lange im Kopf“, sagt der 57-jährige Gunther Prinke; auch einen Umbau in Altersheim-Nähe habe er schon erwogen. Jetzt scheint ihm die Zeit reif, das Projekt anzupacken. Die Wohnungen zu verkaufen hat Priorität vor der Möglichkeit, zu vermieten. Allerdings wird es einen Hausmeister geben: „Da schippt keiner Schnee“, sagt der Hüffenhardter voraus. Noch in diesem Sommer soll es losgehen, in Jahresfrist können die ersten Senioren einziehen.

 
   

 

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