Sommerleichte Muse aus dem Wollenbachtal
Benefizkonzert in Kälbertshausen kommt Nachwuchsförderung
zugute
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Hüffenhardt (agp): Der Nachwuchsförderung kommt der Erlös des
Benefizkonzerts zugute, das die Wollenbachmusen e.V. am Samstag im
Bürgerhaus im behaglichen Kälbertshausen veranstalteten. Was dieses
Vereinsziel will, war gleich zu hören: Drei der Vereins-Stipendiaten trugen
erlesene Blüten zu dem „bunten Melodienstrauß“ bei, der das Publikum
erfreute. Rund 170 Einheimische und Gäste aus der Nachbarschaft füllten die
Halle und ließen sich vom örtlichen Gesangverein Edelweiß bewirten. Ganz
anders als in der rustikalen Tabakscheue in Helmstadt-Bargen, in der die
Wollenbachmusen bislang auftraten, verliehen sie diesmal mit elegantem
Blumenschmuck und Kerzenlicht ihrem Konzert einen würdigen Rahmen. Die
Pflege klassischer Musik haben sich die Hobby-Künstler aus dem Wollenbachtal
zur Aufgabe gemacht.
Dass auch solche Musik im ländlichen Raum ihr
Publikum findet, bewies das Konzert in |
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Kälbertshausen.„Alle
Achtung vor den Jungen, die sich da hinstellen“ äußerte nicht nur Else
Schneider aus Hüffenhardt. Großen Beifall erntete Lena Kampp, 11, aus
Helmstadt für ihr gefühlvolles Klavierspiel, aber auch Julia Jünger. Die
15-Jährige war schon 2005 Vereins-Preisträgerin und ist es aktuell. Dass sie
„ihren“ Chopin intensiv studiert hat, bewies sie mit sicherem, dynamisch
fein ausgelotetem Spiel bei einem Walzer und einer Polonaise, für die sie
sich ausreichend Zeit nahm, alle Tiefen der Chopin-Musik zum Klingen zu
bringen. Junior Andry Niclas, Stipendiat 2007, ging dagegen bei seinen
Beethoven-Sonatinen forsch und unbekümmert zu Werke: „Die Noten hab ich nur
für Notfälle gebraucht“, erklärt er im Nachhinein. |
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Durch einen Konzertabend mit über 20 Programmpunkten führte
Heidi Kunze, deren Mann Harald als Bariton solo oder zusammen mit der
Sopranisten Vera Finck aus Sinsheim im Duett auftrat. Die Höhepunkte, das
berühmte Zauberflöte- Duett „Bei Männern welche Liebe fühlen“, oder „Reich
mir die Hand, mein Leben“ aus Don Giovanni berührten nicht nur
Mozart-Liebhaber. Und umgekehrt genossen auch diese das innige Duett „Es
muss was Wunderbares sein“ aus Ralph Benatzkys Singspiel „Im weißen Rössl“
oder die Strauß-Melodien, die Vera Fink mit Witz und Anmut präsentierte. |
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Den Hüffenhardter Trompeter Siegfried
Weizsäcker mit den bekannten Weisen „Trumpet Volontary“ oder „Il Silenzio“
und die Solosänger begleitete Ingo Kerber am Piano souverän. Kerbers
Erfahrung als versierter Korrepetitor tat dem Konzert gut und seine
Interpretation des Impromptu Ges-Dur von Franz Schubert ging in seiner fast
meditativen Dichte zu Herzen. Fröhlich perlend zeigte „Auf dem Wasser zu
singen“ mit Vera Finck dagegen den anderen, lebhaften Schubert. Inbrunst
legten Harald Kunze und der Hüffenhardter Arzt Bernhard Johmann am Piano in
Schuberts Frühlingstraum oder „Die Post im Walde“, Kerber und Wolfram Ulrich
spielten ansprechende Piano- und Violin-Musik. |
| Überzeugend, denn
Hüffenhardts Bürgermeister Bruno Herberich lud als Schirmherr die Musiker
mit der dunkelroten Fliege als Markenzeichen schon gleich zum nächsten
Konzert ein. |
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