
Manöverkritik mit dem Nachwuchs, der einmal in die 2. Liga
nachrücken soll: Coach Dietrich Grimm (2.v.l.) bespricht mit Lucienne Wahl,
Dominik Kies, Alexander von Graevenitz und Lena Rohmfeld das
Trainingsergebnis.Foto: Annette Gast-Prior
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Nach einer glücklosen Saison 2004/2005 war die
Bogenmannschaft des KKS abgestiegen, hatte sich aber 2006/2007 noch vor
Reutlingen wieder unter die Zweitligisten eingereiht. Jetzt setzt Trainer
Dietrich Grimm das Ziel, „unter die ersten fünf“ von acht Mannschaften zu
gelangen. Wenn die Stimmung beim gemeinsamen Mannschaftstraining als
Gradmesser zählt, stehen die Chancen für die Hüffenhardter gut. Bevor es am
kommenden Samstag ernst wird, hat Grimm einen ganzen Trainingstag geleitet,
bei dem er gute Motivation und noch bessere Laune vorfand: „Die sind alle
super drauf“, freute sich der Coach, der im dritten Jahr die
KKS-Bogenschützen betreut. Rückkehrer
Dem bewährten Team steht nach einer halbjährigen Zwangspause
durch einen Auslandsaufenthalt wieder André Kubach zur Verfügung, neben
Achim Noack einer der Aktiven, die stabile Leistungen liefern. Der
18-jährige Thomas Rohland aus Eberbach kommt von den Schefflenzer Schützen
nach Hüffenhardt und hatte sich beim Aufstiegskampf im Januar auch
angesichts rasender Stoppuhren als nervenstark erwiesen.Sein Comeback beim
KKS feiert in dieser Saison Klaus Wolff. Als Jugendlicher war der heute
46-Jährige bereits Mitglied bei den Hüffenhardtern, beim SSV Sandhausen hat
er danach Bundesligaerfahrung gesammelt. Mit Karl-Heinz Zeberer, Deborah
Rieger und Walter Kircher bringt es die Mannschaft auf komfortable sieben
Schützen.
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Jeweils drei von ihnen haben in insgesamt vier Wettkämpfen je
sieben Matches zu bestreiten. Nach den neuen Statuten schießen sie auf Zeit
je zwei Pfeile auf eine Distanz von 18 Metern. Gezählt werden zwei
Siegpunkte pro gewonnenem Match. „Wir wollen locker zusammenfinden“, lautete
die Parole, die Grimm am Trainingsvormittag ausgegeben hatte, und meinte
nicht nur die erste Hüffenhardter Mannschaft. Allein Deborah Rieger hat aus
ihrem Herkunftsverein Ittersbach-Auerbach (Kreis Karlsruhe) drei
Jungschützen rekrutiert: Dominik Kies, Alexander von Graevenitz und
Maximilian Mohn bilden zusammen mit Lena Rohmfeld aus Hochhausen und
Lucienne Wahl aus Kälbertshausen die neue zweite Mannschaft. Ideal, um eine
Konkurrenzsituation zu simulieren. Wirklichkeit
„Druckbedingungen schaffen“, nennt das Grimm:
Reduzierter Zeit, kein Absetzen zwischen zwei Pfeilen, vier Durchgänge in
Folge. Nur die Stoppuhr fehlte, unter Realbedingungen sehen die Schützen,
was es geschlagen hat. Grimm hat jede kleinste Bewegung im Auge, korrigiert
die Haltung, den Krafteinsatz, die Konzentration. „Es geht darum, dass alle
mit Sicherheit und einer realistischen Einschätzung ihres Könnens in den
Wettkampf gehen“, sagt er. Der Einsatz in einem Landesliga-Wettkampf vor
zwei Wochen war für vier der fünf Nachwuchskräfte das erste
Mannschaftsschießen, sagt Renate Noack, Jugendbetreuerin bei den
KKS-Bogenschützen. „Sie haben sich tapfer geschlagen“, findet die
Schützenmutter.
Sie freut sich, dass sie in dieser Saison über
Sponsorengelder eines Energieversorgers verfügen kann, so dass Fahrtkosten,
Startgelder oder Verpflegung der Mannschaft ihr erstmals keine Sorgen
machen.
Im letzten Wettkampf in der 2. Bundesliga hat der KKS
Hüffenhardt Heimrecht - und zwar am Samstag, 9. Februar, ab 14 Uhr in der
Ludwig-Erhard-Halle in Mosbach. ag |