KKS-Bogenschützen wieder in der 2. Bundesliga

 

Bericht der Kraichgaustimme vom 02.11.2007

Gold im Auge
Von Annette Gast-Prior

Bogenschiessen - Die Schützen des Kleinkaliber-Schützenvereins KKS 1824 Hüffenhardt bringen am Wochenende wieder ihre Recurve-Bögen in Stellung. Zum ersten von vier Wettkämpfen in der 2. Bundesliga Süd reisen sie nach Bayern, die FSG Tacherting lädt ein. Danach stehen im Dezember und Januar Ottersbach und Welzheim auf dem Terminplan.
 

Manöverkritik mit dem Nachwuchs, der einmal in die 2. Liga nachrücken soll: Coach Dietrich Grimm (2.v.l.) bespricht mit Lucienne Wahl, Dominik Kies, Alexander von Graevenitz und Lena Rohmfeld das Trainingsergebnis.Foto: Annette Gast-Prior
 

Nach einer glücklosen Saison 2004/2005 war die Bogenmannschaft des KKS abgestiegen, hatte sich aber 2006/2007 noch vor Reutlingen wieder unter die Zweitligisten eingereiht. Jetzt setzt Trainer Dietrich Grimm das Ziel, „unter die ersten fünf“ von acht Mannschaften zu gelangen. Wenn die Stimmung beim gemeinsamen Mannschaftstraining als Gradmesser zählt, stehen die Chancen für die Hüffenhardter gut. Bevor es am kommenden Samstag ernst wird, hat Grimm einen ganzen Trainingstag geleitet, bei dem er gute Motivation und noch bessere Laune vorfand: „Die sind alle super drauf“, freute sich der Coach, der im dritten Jahr die KKS-Bogenschützen betreut.

Rückkehrer Dem bewährten Team steht nach einer halbjährigen Zwangspause durch einen Auslandsaufenthalt wieder André Kubach zur Verfügung, neben Achim Noack einer der Aktiven, die stabile Leistungen liefern. Der 18-jährige Thomas Rohland aus Eberbach kommt von den Schefflenzer Schützen nach Hüffenhardt und hatte sich beim Aufstiegskampf im Januar auch angesichts rasender Stoppuhren als nervenstark erwiesen.Sein Comeback beim KKS feiert in dieser Saison Klaus Wolff. Als Jugendlicher war der heute 46-Jährige bereits Mitglied bei den Hüffenhardtern, beim SSV Sandhausen hat er danach Bundesligaerfahrung gesammelt. Mit Karl-Heinz Zeberer, Deborah Rieger und Walter Kircher bringt es die Mannschaft auf komfortable sieben Schützen.
 

Jeweils drei von ihnen haben in insgesamt vier Wettkämpfen je sieben Matches zu bestreiten. Nach den neuen Statuten schießen sie auf Zeit je zwei Pfeile auf eine Distanz von 18 Metern. Gezählt werden zwei Siegpunkte pro gewonnenem Match. „Wir wollen locker zusammenfinden“, lautete die Parole, die Grimm am Trainingsvormittag ausgegeben hatte, und meinte nicht nur die erste Hüffenhardter Mannschaft. Allein Deborah Rieger hat aus ihrem Herkunftsverein Ittersbach-Auerbach (Kreis Karlsruhe) drei Jungschützen rekrutiert: Dominik Kies, Alexander von Graevenitz und Maximilian Mohn bilden zusammen mit Lena Rohmfeld aus Hochhausen und Lucienne Wahl aus Kälbertshausen die neue zweite Mannschaft. Ideal, um eine Konkurrenzsituation zu simulieren.

Wirklichkeit „Druckbedingungen schaffen“, nennt das Grimm: Reduzierter Zeit, kein Absetzen zwischen zwei Pfeilen, vier Durchgänge in Folge. Nur die Stoppuhr fehlte, unter Realbedingungen sehen die Schützen, was es geschlagen hat. Grimm hat jede kleinste Bewegung im Auge, korrigiert die Haltung, den Krafteinsatz, die Konzentration. „Es geht darum, dass alle mit Sicherheit und einer realistischen Einschätzung ihres Könnens in den Wettkampf gehen“, sagt er. Der Einsatz in einem Landesliga-Wettkampf vor zwei Wochen war für vier der fünf Nachwuchskräfte das erste Mannschaftsschießen, sagt Renate Noack, Jugendbetreuerin bei den KKS-Bogenschützen. „Sie haben sich tapfer geschlagen“, findet die Schützenmutter.

Sie freut sich, dass sie in dieser Saison über Sponsorengelder eines Energieversorgers verfügen kann, so dass Fahrtkosten, Startgelder oder Verpflegung der Mannschaft ihr erstmals keine Sorgen machen.

Im letzten Wettkampf in der 2. Bundesliga hat der KKS Hüffenhardt Heimrecht - und zwar am Samstag, 9. Februar, ab 14 Uhr in der Ludwig-Erhard-Halle in Mosbach. ag

 

 

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