Lienhard Kohler feiert vierzigjähriges Dienstjubiläum

Am 13. November 2007 feierte der fast 60-Jährige sein vierzigjähriges Dienstjubiläum, 35 Jahre davon unterrichtete er in der Grundschule Hüffenhardt, wofür er heuer gebührend gefeiert wurde. Das heißt bei Lienhard Kohler: mit viel Musik.

 

Leidenschaft für Musik und eine heimelige Schule

Von Annette Gast-Prior


Seifenblasen, Schönwetterwolken, Kieselstein und Kuchen - das waren nur die Ehrengaben, die zum Schenk-Lied für Lienhard Kohler passten. Zig kleine Porträts seiner selbst nahm der Lehrer als gerahmtes Erinnerungsstück an sein Dienstjubiläum mit nach Hause. Fast 60-jährig feierte er 40 Jahre im Staatsdienst, 35 davon unterrichtet er schon an der Hüffenhardter Grundschule. Die Schulgemeinschaft feierte das Jubiläum gebührend. Und das muss bei Lienhard Kohler heißen: mit viel Musik.
 

„Das“, betonte Schulleiterin Barbara Rünz, „ist schon immer seine ganz große Leidenschaft.“ Der Funke sprang nicht nur in den vergangenen Jahrzehnten über, in denen die Grundschule immer von Chor- und Instrumentalmusik erfüllt war. Auch die Jubiläumsfeier gestalteten alle vier Klassen liebevoll mit ihren Melodien, darunter das Lied, das die Kinder kurzerhand zu „Herrn Kohlers Lieblingslied“ ernannten und aus dem Stegreif vortrugen. Selbstverständlich kam dem Pädagogen das „Schnibbeldibibbeldibapp“ leicht über die Lippen, als er einstimmte.

Riesige Statistik Beeindruckt zeigte sich die Schülerschar von den Zahlen, mit denen die Schulleiterin den Berufsweg ihres geschätzten Kollegen markierte: 15 Klassen hat Kohler über Jahre begleitet, 350 Schüler über 38 000 Stunden lang unterrichtet. Dass dazu 7000 große Pausen gehörten und ungezählte Tassen Kaffee, sorgte für Lacher.

Mit den Schwerpunkten Musik und Religion war Kohler nach seinem Wehrdienst 1967 bis 1969 an die Pädagogische Hochschule in Heidelberg gekommen und blieb bis heute seiner ersten Dienststelle in Hüffenhardt treu. Eine Treue, so der Jubilar, die „dem Umfeld geschuldet ist, das ich 1972 hier vorfand, den Leuten, die hier lebten und arbeiteten“.

In Minderheit unterrichtet Er habe „ein heimeiliges Gefühl“ für seinen Schulort nicht verloren und ist als Posaunenchor-Dirigent außerschulisch engagiert, wenn er auch die Leitung des Männergesangvereins im Ort aufgegeben hat, mit dem er in der Kooperation Schule-Verein aktiv war. Dass er sein Berufsleben lang in der Männerminderheit geblieben sei, rechnete ihm Elternbeiratsvorsitzende Andrea Strach an. An das Gedicht der Viertklässler vom „Herrn Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ knüpfte Hüffenhardts Bürgermeister Bruno Herberich an. Die Geschichte vom Fortleben des Birnbaums nahm er als gelungenes Bild dafür, wie das Wirken eines Menschen für die kommenden Generationen Früchte trägt. Kohler unterrichtete Eltern und sogar Großeltern der heutigen Schüler: „Meine Mutter hängt sogar noch im Klassenzimmer“, wusste ein Zuhörer und lauschte dem Reim, den Verona Reimold als Ehemalige auf Klassenzimmer-Geschichten aus den 70er Jahren gemacht hatte.
 

 
 

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