Bürgerentscheid
Hüffenhardter und Kälbertshäuser wollen kein Kinderhaus

Die Bürger haben entschieden: Mit einem knappen Ergebnis wurde der Bau eines neuen  Kinderhauses abgelehnt.
Die Frage "Sind Sie gegen den Bau eines Kinderhauses?" beantworteten 491 Wählerinnen und Wähler (50,62 %) mit Ja. 
BM Herberich erklärte in einer ersten Stellungnahme, daß das Ergebnis so zu akzeptieren sei und er sich nun Ruhe
und Frieden in der Gemeinde wünsche. 

(K)ein Kinderhaus für Hüffenhardt

... das war die Frage, die sich in der Gemeinde Anfang des Jahres 2008 stellte.

Mittels Bürgerentscheid haben 491 Hüffenhardter und Kälbertshäuser entschieden, daß sie kein Kinderhaus - die Verzahnung von Tageseinrichtung für Kinder und Grundschule - wollen. Damit wurde einem zukunftsweisenden Konzept zur Bildung und Betreuung in unserer Gemeinde ein Absage erteilt.
Die Entscheidung wurde  von 30,27 % der wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürgern getroffen.
29,53 % (471) haben gegen den Bürgerentscheid und damit pro Kinderhaus gestimmt; 40,19 % (652) haben keine Meinung geäußert.

Seitens der Gemeindeorgane - Gemeinderat und Bürgermeister - wird die Mehrheits-Entscheidung akzeptiert. Geteilt wird die Meinung der Gegner der Kinderhaus-Idee nicht - was von einem demokratischen Standpunkt aus gesehen, aber kein Problem darstellen dürfte.

Elf Gemeinderätinnen und -räte (einer hat einen Tag vor der Abstimmung seine Meinung anders kundgetan) und der Bürgermeister sind nach wie vor überzeugt, eine dem Gemeinwohl der Gemeinde und der Allgemeinheit der Einwohner entsprechende, fachlich fundierte und anerkannte Entscheidung getroffen zu haben. Sie sind damit im Einklang mit den Fachbehörden KVJS (Landesjugendamt) und Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis sowie vielen weiteren Institutionen, die sich mit dieser Planung beschäftigt haben, und der aktuellen Meinung der Mehrheit unserer Bildungspolitiker.

Wir haben eine Chance ergreifen wollen, die sich uns in dieser Art nicht mehr so schnell bieten wird.

Nun blicken wir nach vorne, um unsere Gemeinde auch künftig nach bestem Wissen und Gewissen weiter zu entwickeln. Daß uns dies gelingen kann, hat die Vergangenheit gezeigt, in der in guter Gemeinsamkeit vieles erreicht wurde. Und daran sollten wir anknüpfen - nicht Verhindern heißt unsere Devise, sondern Anpacken! 

   
Das Ergebnis des Bürgerentscheids vom 16. März 2008

Die Frage lautete: Sind Sie gegen ein Kinderhaus?

   
Wahlbezirk Wahl-berechtigte Wahlbeteiligung Gültig JA NEIN
Stimmen Prozent Stimmen Prozent Stimmen Prozent Stimmen Prozent
Hüffenhardt 1206 752 62,35% 747 99,34% 361 48,33% 386 51,67%
Kälbertshausen 416 224 53,85% 223 99,55% 130 58,30% 93 41,70%
Gesamt 1622 976 60,17% 970 99,39% 491 50,62% 479 49,38%
   
Damit ist die einstimmige Entscheidung des Gemeinderats vom 11. Dezember 2007, daß ein neues Kinderhaus mit einem zukunftsweisenden Konzept zur Verzahnung der beiden Bildungseinrichtungen an der Schule gebaut werden soll, aufgehoben.
 
Dank der befürwortenden Gemeindeorgane

Kinderhausbau gescheitert ...
Auch wenn mehr als die Hälfte der Abstimmenden des Bürgerentscheids den von uns befürworteten Weg in eine zukunftsorientierte Betreuung, Bildung und Erziehung unserer Kinder nicht mitgehen wollten, möchten wir uns auf diesem Weg bei

- 
unserer Leiterin der ev. Tageseinrichtung für Kinder, Silke Ziegler, und ihrem gesamten Team,
- 
dem Elternbeirat und allen aktiven Eltern,
- 
unserer Grundschul-Rektorin Barbara Rünz,
- 
den Beschäftigten der Gemeinde,
- 
den beteiligten und überaus engagiert mitwirkenden Beschäftigten des KVJS (Landesjugendamt), des Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis und anderer Institutionen, die weit mehr als das "Übliche" getan haben, sowie
- Herrn Architekt Müller, Architekturbüro A. + T. Müller, Aglasterhausen,
- und allen, die „unser Projekt“ mit Wohlwollen begleitet haben,

für den überaus engagierten Einsatz für das „Kinderhaus“ zum Wohle der Kinder recht herzlich bedanken.
Ein Dank gilt auch der Presse für die sachliche und faire Berichterstattung.

Inge Bräuchle, Sigrid Freyh, Heiko Hagner, Wolfgang Haas, Marco Kratz, Wolfgang Müller, Ludwig Sauer, Walter Schneider, Markus Schön, Bettina Schwaab, Silke Ziegler, Bruno Herberich, Bgm.

Das Gremium muß aber auch betroffen zur Kenntnis nehmen, daß die Mehrheit der Abstimmenden kein Vertrauen in unsere ehrenamtliche Tätigkeit hat.
Dennoch blicken wir nach vorn, um auch künftig das Bestmögliche für das Wohl unserer Gemeinde erreichen zu wollen. Solchermaßen rufen wir auch die Einwohnerinnen und Einwohner auf.

   
So haben die Zeitungen über die Entscheidung berichtet und kommentiert:
  Kraichgau Stimme vom 17. März 2008 - Bericht und Kommentar
  Kraichgau Stimme vom 18. März 2008
  Rhein-Neckar-Zeitung vom 18. März 2008
   
Das war die "Geschichte" des Kinderhaus-Traums


Foto Annette Gast-Prior

Kinderhaus für Hüffenhardt !

Ein klares Bekenntnis zum familienfreundlichen Hüffenhardt gab der Gemeinderat in seiner Dezember-Sitzung mit seinem einstimmigen "Ja" zum Neubau eines Kinderhauses bei der Grundschule.
Damit werden Bildung und Erziehung in einem ganzheitlichen Konzept vom Kindergartenalter bis in die Grundschule unter einem Dach vereint und eine umfangreiche Kooperation ermöglicht.
Seit Anfang des letzen Jahres beschäftigt sich die Gemeindeverwaltung mit der Planung eines Kinderhauses  Hier die ersten Überlegungen.
Schon frühzeitig, ab Juni 2007, wurde die Bevölkerung in die Überlegungen mit einbezogen. Seither gab es eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit.

Informationen der Gemeinde in kompakter Form

 

Bürgerversammlung - Gemeinde lieferte umfangreiche Informationen
Interesse und Sitzfleisch hatten die über 250 Einwohner aus Hüffenhardt und Kälbertshausen zur Bürgerversammlung am 5. März mitgebracht. Beides wurde zuhauf befriedigt bzw. in Anspruch genommen: Ausführlich informierten BM Herberich, die Leiterin der Tageseinrichtung Silke Ziegler und Rektorin Rünz sowie Architekt Müller und Bauhofleiter Hahn über die umfangreiche Thematik und stellten sich den Fragen; kein Punkt wurde ausgelassen. Auch die Gegner des Kinderhauses und Initiatoren des Entscheids hatten Gelegenheit ihr Begehren darzustellen. "Viele Fakten, viele Emotionen" titulierte die Kraichgau Stimme ihren Bericht. 

Hier die Vorträge in der Bürgerversammlung (Anzeige nur möglich mit MS-Powerpoint):
Konzept für die Kooperation zwischen Tageseinrichtung und Grundschule (Rünz/Ziegler)
Planung und Kostensituation (Arch. Müller)
"Stellungnahme des Gemeinderats und des Bürgermeisters" (BM Herberich)
Wenn Sie die Beiträge nicht abrufen können, stellen wir Ihnen die Vorträge gerne auf einer CD zur Verfügung. Melden Sie sich einfach im Rathaus bei BM Herberich.

Podiumsdiskussion der Kraichgau Stimme  -  Bericht

 

Kommentierung der Kraichgau Stimme vom 14.03.2008

   
   
   

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