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Wo befreundete Wege zusammenlaufen
Herzliche Begegnung mit Freunden aus
Máriakálnok
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Offizielle
Begegnungen zwischen den beiden Gemeinden Hüffenhardt und Máriakálnok gibt
es seit zehn Jahren. Geprägt und lebendig gestaltet wird die im Mai 2005
begründete Gemeindepartnerschaft jedoch von den Menschen, die die
persönlichen Kontakte pflegen. Dies war auch heuer, bei dem vom
Partnerschaftsausschuß um Ludwig Sauer bestens vorbereiteten Besuch zu
spüren. Mit dem ersten Schritt aus dem Reisebus spüre man ein Gefühl von
Zusammengehörigkeit, so drückte es Máriakálnoks Bürgermeister Sándor Széles
beim Ankommen der 36 ungarischen Besucher aus. Mit einem gemeinsamen
Abendessen, professionell zubereitet von Bettina Schwaab, stimmte man sich
auf das verlängerte Besuchswochenende ein.
Was sich seit dem letzten Besuch vor zwei Jahren in Hüffenhardt getan hat,
wurde am Freitagmorgen bei einem Ortsrundgang erkundet. Insbesondere die
Reithalle und -stallungen sowie die Ansiedlungen im Gewerbegebiet fanden
dabei reges Interesse. In seiner neuen Möbelwerkstätte stellte Harald Frey
seinen Betrieb mit Fertigung und Ausstellung vor. Auch die Seniorenbetreuung
und -pflege im Kreisaltersheim mit dem Neubau sowie die in Nachbarschaft
werdende Seniorenwohnanlage der Firma Prinke wurden aufmerksam in
Augenschein genommen. |
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Als
besonderes Ereignis wurde beim Ortsrundgang das neue Partnerschaftsschild,
das die Verbindungen Hüffenhardts mit Champvans (Frankreich), Máriakálnok
(Ungarn) sowie die Patenschaft zur 5. PzFlakBtl 12 Hardheim an den
Ortseingängen bekundet, feierlich enthüllt. Mit einem Glas Sekt stießen
Bürgermeister Sándor Széles und Bruno Herberich, die für die Partnerschaft
Verantwortlichen Muci Gaspar (Máriakálnok), Renate Näveke (für Champvans)
und Ludwig Sauer gemeinsam mit allen Gästen und Gastgebern darauf an. Ein
Wunsch beider Bürgermeister ist das Zusammentreffen der drei Gemeinden
Hüffenhardt, Máriakálnok und Champvans. |
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Ein
Schwerpunkt des Besuchs war das Thema Wasser. Bernd Steeb, Geschäftsführer
des Wasserzweckverbands "Mühlbachgruppe", stellte den Verband, dessen
Gründungsgemeinde Hüffenhardt vor mehr als 50 Jahren war, vor. Ein Besuch
verschiedener Fördereinrichtungen, unter anderem den Wasserturm Bad
Rappenau, von dem man den wunderschönen Ausblick über Odenwald und Kraichgau
genoß, veranschaulichte den Besuchern die hervorragende Organisation der
Wasserversorgung. Bei herrlichem Wetter konnte der Tag auf der
Landesgartenschau Bad Rappenau ausklingen.
Land und Leute konnten die Gäste am Samstag kennenlernen. Zunächst stand ein
Besuch der Privatbrauerei Adler in Zuzenhausen auf dem Programm.
Brauereichef Wilhelm Werner stellte sein Familienunternehmen vor und führte
lebendig durch die Bier-Welt des Dachsenfranz. (Foto) Informiert wurde dabei
ebenfalls über die von Großunternehmen beherrschte Marktsituation in
Deutschland und Europa, der sich kleinere Familienbrauereien erfolgreich
stellen.
Den Nachmittag nutzten viele der Besucher gemeinsam mit ihren Gastgebern, um
die Burgen und Schlösser entlang des Neckars zu erkunden. Die
landschaftliche Schönheit von Neckartal und Odenwald begeisterte die
ungarischen Gäste wiederum. Auch die Bedeutung der Wasserstraße für
Tourismus und Wirtschaft kam dabei zur Sprache. |
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Beim Partnerschaftsabend, den die Feuerwehrkapelle
hervorragend musikalisch umrahmte feierten Gäste und Gastgeber gemeinsam mit
weiteren "Ungarn-Aktiven" bis tief in die Nacht. Musik, Gesang und Folklore
aus beiden Ländern wurde zum Besten gegeben. In offiziellen Ansprachen
würdigten die beiden Bürgermeister die bestehende Verbindung zwischen den
Gemeinden, vor allem aber die lebendigen Freundschaften der Menschen. Diese
Zusammentreffen verschiedener Völker gestalteten das europäische Haus auf
ganz besondere Weise. Hüffenhardts Bürgermeister Bruno Herberich stellte
seine Worte unter das Hesse-Zitat "Wo befreundete Wege zusammenlaufen, da
sieht die ganze Welt für eine Stunde wie Heimat aus." Der gemeinsame Weg der
Menschen aus Hüffenhardt und Máriakálnok schaffe eine dauerhafte gemeinsame
Heimat, nämlich die in den Herzen aller Beteiligten. Sándor Széles,
Máriakálnoks Bürgermeister, sprach in sehr einfühlsamen Worten über
Vergebung und Wiederzusammenkommen und schlug damit einen Bogen von der
Geschichte bis zur aktuellen Lage. Auch er lobte die Herzlichkeit der
Begegnungen und wünschte sich fortdauernde und umfassende Teilnahme aus den
Gemeinden.
Dankesworte gab es für die vielen Engagierten und Helfer, ohne die eine
solche Zusammenkunft nicht möglich wäre, auch der Europäischen Union, die
die Begegnung aus dem Programm "Europa für Bürgerinnen und Bürger" fördert.
Ein besonderes Dankeschön galt den Eheleuten Sauer, Haas und Schwaab für ihr
wiederum außergewöhnliches Engagement.
Das gemeinsame Frühstück am Sonntagmorgen mit einem köstlichen Büfett
läutete dann doch den Abschied ein. Die Freude über die gemeinsame Zeit und
die herzliche Verbundenheit konnte die Abschiedstränen nicht verhindern, die
bei fast jeder Umarmung in den Augen der Teilnehmer zu sehen waren. Ein
ausdrucksvolles Zeichen der gelebten Freundschaft der Hüffenhardter und
Máriakálnoker.
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