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Beim
Wiedersehen am Kulturhaus freuten sich Gastgeber und Gäste auf die gemeinsamen
Tage. In den zehn Jahren seit dem ersten Kennenlernen sind persönliche
Freundschaften entstanden, bei denen man die Herzlichkeit schon in den ersten
Minuten spürt. So sind die gegenseitigen Besuche im jährlichen Wechsel zwar
offizieller Bestandteil der Gemeindepartnerschaft, die seit 2005 besteht,
getragen werden sie jedoch von den persönlichen Verbindungen. Mit viel Zuneigung
und persönlicher Beteiligung bringen sich die Familien ein und richten die
Treffen aus. Ohne dieses beträchtliche Engagement wären die Zusammenkünfte
nicht möglich, was insbesondere im wirtschaftlich stark gebeutelten Ungarn von
besonderer Bedeutung ist. In Máriakálnok unterstütze der Pensionistenverein auch
heuer die Geselligkeiten mit der Bewirtung, die vom gemeinsamen Abendessen am
ersten Tag bis zur Verabschiedung Sonntagmorgens reichte. Viel zu erzählen gab
es schon am ersten Abend in trauter Runde.
Eine Fahrt ins nahegelegene Sopron am folgenden Freitag, wo das Schloß Esterházy
besichtigt und anschließend eine überaus lebendige Stadtführung genossen wurde,
vermittelte den Hüffenhardtern das wechselvolle Leben am Neusiedler See von der
k.u.k.-Zeit
bis in die Gegenwart.
Ausgelassen und gesellig mit gemeinsamen ungarischen und deutschen Liedern
feierte man am zweiten Abend mit festen und flüssigen kulinarischen Genüssen aus
Küche und Keller. Mit Unterstützung von Vörösbor (ung. Rotwein) ging bei so
manchem Teilnehmer die andere Sprache flüssiger über die Lippen, so daß auch der
VHS-Sprachschatz der Hüffenhardter erweitert wurde.
Offiziell wurde es am Samstag. Morgens besichtigten Gemeinderäte und die beiden
Bürgermeister die Berufsfeuerwehr in Mosonmagyarovar. |
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Nachmittags, nach dem Totengedenken auf dem Friedhof, wurde das neue
Heimatmuseum der Gemeinde Máriakálnok eingeweiht. In der Nähe der
Wallfahrtskirche wurde ein Gebäude mithilfe von Fördergeldern aus dem
EU-Leader-Programm restauriert und mit großem ehrenamtlichen Engagement ein
Dorfmuseum eingerichtet. Den Empfang der Gemeinde am Abend gestalteten der
Lindenblumen-Chor sowie eine Volkstanzgruppe. In seiner Ansprache betonte
Bürgermeister Sándor Széles den Stellenwert der Partnerschaft. "Wichtig sind die
Personen, die durch die Partnerschaft an unserem Leben teilnehmen. Dies gibt uns
auch kraft für den Alltag." Die aus dem Hüffenhardt Gemeinderat ausscheidenden
Ludwig Sauer, den Vorsitzenden des Partnerschaftsausschusses in Hüffenhardt,
sowie Wolfgang Haas und Bettina Schwaab, hob er letztmals in ihrer offiziellen
Eigenschaft als Personen der ersten Stunde hervor.
Bürgermeister Bruno Herberich dankte für die Geborgenheit, die die Hüffenhardter
in Máriakálnok empfinden: "Zuhause ist, wo du willkommen bist. Ein solches
Zuhause fühlen wir hier, bei euch und sind dies auch in Hüffenhardt für euch."
Als sichtbares Zeichen überreichte er ein Straßenschild als Wegweiser.
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Fast schon obligatorisch war
der Besuch im Weinkeller von Feri-Baczi, wo der überaus rüstige und
gastfreundliche über Achtzigjährige, gemeinsam mit seiner Frau, den neuesten
Weinjahrgang kredenzte. Konnte man sich schon in der letzten Nacht kaum trennen,
fiel der Abschied am Sonntagmorgen noch viel schwerer. Tränen in den Augen,
Abschiedsworte und viele Bussi begleiteten die Besucher schließlich doch wieder
zurück in den Neckar-Odenwald-Kreis und bis zur nächsten Begegnung.
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Spendenaktion: In
Máriakálnok soll die Friedhofskapelle renoviert werden. Dies möchten die
Hüffenhardter unterstützen und führen eine Spendenaktion durch. Wer dazu
beitragen möchte, kann sich an die Gemeindeverwaltung wenden; auch Ludwig Sauer
vom Partnerschaftsausschuß gibt Auskunft.
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