vom Gemeinderat

Informationsfahrt des Gemeinderats

Regenwasserbewirtschaftung und Flughafenfeuerwehr besichtigt

"Wenn der Gemeinderat unterwegs ist, dann regnet es." So war die Prognose - und so traf es auch ein - zumindest teilweise. Am letzten Freitag machten sich Mitglieder des Gemeinderats, in Begleitung ihrer "besseren Hälften", zur Landesgartenschau Ostfildern auf, um sich im Scharnhauser Park über die Möglichkeiten alternativer Siedlungsentwässerung zu informieren. Dem Thema entsprechend regnete es, so dass die dort ausgeführten Regenwasserbewirtschaftungsmaßnahmen richtig zur Geltung kamen. Der Scharnhauser Park ist ein neuer Stadtteil von Ostfildern (ca. 30.000 Einwohner), in dem auf einem ehemaligen Kasernengelände nach Fertigstellung aller Neubaumaßnahmen rund 9.000 Menschen wohnen werden. In diesem "gemischten" Neubaugebiet, in dem in verdichteter Bauweise überwiegend Geschosswohnungsbau erfolgt, aber auch Reihenhäuser stehen, erfolgt eine konsequente Trennung des Abwassers in Schmutzwasser und Niederschlags-/Oberflächenwasser. Während das Schmutzwasser ganz konventionell über die Abwasserkanalisation der Kläranlage zugeführt wird, erfolgt die Ableitung des Oberflächenwassers über Rinnen, separate Kanäle, Mulden/Rigolen oder oberflächig zur breitflächigen Versickerung und in eine Vorflut (Graben). Alle Möglichkeiten das Oberflächenwasser nicht in die normale Kanalisation einzuleiten werden genutzt, so werden z. B. sämtliche Dächer in dem Baugebiet als begrünte Dächer ausgeführt.

Die nächste Station des Gemeinderats war die Flughafenfeuerwehr Stuttgart. Dort informierte der Einsatzleiter vom Dienst, Andreas Rudlof (aus Siegelsbach), über die Aufgaben und Einsatzgebiete der Berufsfeuerwehr am Flughafen. Rund um die Uhr sind die 72 Einsatzkräfte - Feuerwehr und Rettungsdienst - für die Sicherheit am und rund um den Airport Stuttgart zuständig. Anschaulich stellte Brandamtmann Rudlof das neu erstellte, modernsten Anforderungen gerecht werdende Feuerwehrgebäude und den imposanten Fuhrpark vor. Direkt am Flugfeld gelegen, muss die Feuerwehr innerhalb von 90 Sekunden jede Stelle des sich über rund viereinhalb Kilometer erstreckenden Flughafengeländes erreichen. Ständige Aus- und Fortbildung sowie stetes Üben lässt die Mannschaft das erforderliche Niveau halten.

Mit interessanten Eindrücken wurde der Heimweg angetreten, der die Teilnehmer schließlich über einen gemütlichen Abschluss in Weinsberg-Gellmersbach zurückführte.

 

Bericht der Kraichgau Stimme vom 13.06.2002

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