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Gemeinderatsklausurtagung 2005 |
Jugend - Gemeindeentwicklung - Museumsdorf
Zur jährlichen Klausurtagung fanden sich die Mitglieder des Gemeinderats heuer im „Madonnenländchen“ ein; Tagungsort war das Hotel „Frankenbrunnen in Walldürn-Reinhardsachsen. Zum ersten Hauptthema „Jugend“ hatte sich auch Kreisjugendreferent Rainer Wirth eingefunden. Er informierte über die Situation der Treffs in Hüffenhardt und Kälbertshausen. Außerdem stellte er Formen und Möglichkeiten von Jugendarbeit anhand von Beispielen aus dem Neckar-Odenwald-Kreis vor. Bei der Diskussion war eine gewisse Frustration durch die aktuelle Entwicklung in Hüffenhardt spürbar. Der ursprüngliche Zweck des Jugendtreffs sei durch Dauerparty mit Ruhestörungen und Vandalismus sei abhanden gekommen. Auch die Verantwortungsbereitschaft, die durch diese Einrichtung ja gefördert werden soll, sei nicht mehr zu erkennen. Man wolle der Hüffenhardter Jugend die Tür für eine weitere Entwicklung zwar nicht zuschlagen, am jetzigen Standort, der Grundschule sei das Experiment jedoch gescheitert. Eine Rückkehr werde es dort nicht geben. Die Jugend solle, wenn ihr daran gelegen sei, sich zusammensetzen und Vorschläge erarbeiten, was und wie an sowie wo Jugendarbeit im Ort erforderlich und möglich sei. Vielleicht erkenne man dann den Wert eines möglichen öffentlichen Engagements. Kreisjugendpfleger Wirth erklärte sich bereit, diese Arbeit zu begleiten.
Ein weiterer Schwerpunkt waren die Finanzen der Gemeinde. Mit dem laufenden Jahr könne man zufrieden sein resümierte auch Kämmerer Alexander Zipf. Rekordgewerbesteuereinnahmen kennzeichnen den Haushalt 2005. Leider bleibt davon nur ein Teil von 20 Prozent für die Gemeinde; den Rest verschlingen Umlagen und machen infolgedessen geringere Zuweisungen zunichte. Auf "große Sprünge" muß man deshalb auch in absehbarer Zukunft verzichten. Aufgrund der seitherigen Investitionen in die Gemeindeinfrastruktur in bedeutendem Ausmaß dürfe eine Investitionspause jedoch nicht schwer fallen, so das Fazit des Gemeinderats. Dennoch zeigte man sich mit der Finanzsystematik insgesamt nicht zufrieden.
Zeit nahm man sich auch nochmals für die Verkehrsregelung im Bereich Keltergasse/Reisengasse. Die beschlossene Einbahnregelung dort war in der Bevölkerung lebendig diskutiert worden. Diesem Bürgerinteresse wolle sich das Gremium nicht verschließen, wenngleich man sich dieses Engagement auch für den Besuch der Sitzungen wünsche. Als neuer Vorschlag soll nun eine Ausfahrt aus der Keltergasse in die Reisengasse möglich sein, allerdings nur ein Rechtsabbiegen. Auch damit könne der unübersichtlichen Situation, wo sich bereits Unfälle ereignet haben, Rechnung getragen werden.
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