Der Personalausweis

Seit 1. November 2010 gibt es den neuen Personalausweis in einem anderen Format und mit neuen Funktionen.

Die Neuerungen auf einen Blick:

  • Scheckkartenformat
  • Chip im Ausweis
  • Online-Ausweisfunktion für den Einsatz im Internet und an Automaten oder Terminals
  • Speicherung des Lichtbildes und freiwillige Speicherung der Fingerabdrücke zur eindeutigen Zuordnung von Ausweis und Inhaber
  • Unterschriftsfunktion für das rechtverbindliche elektronische Unterschreiben von Verträgen, Anträgen, Urkunden etc. (separat zu erwerben)
  • erweiterte Sicherheitsmerkmale
  • besonderer Schutz der biometrischen Daten
  • Personalausweislogo auf der Rückseite (auch auf Zubehör und überall dort zu finden, wo Sie Ihren Online-Ausweis nutzen können)

Ihren alten Personalausweis müssen Sie nicht umtauschen, solange er noch gültig ist. Ein vorzeitiger Umtausch ist jedoch jederzeit möglich. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.personalausweisportal.de

 neuerausweis

Gebühren und Gültigkeit

Ausstellung von Personalausweisen:

Antragstellende Person ab 24 Jahren: 28,80 Euro (10 Jahre gültig)

Antragstellende Person unter 24 Jahren: 22,80 Euro (6 Jahre gültig)

Vorläufiger Personalausweis: 10 Euro (3 Monate gültig)

 

 

Diebstahl oder Verlust

Auch wenn Sie Ihren Ausweis verlieren sollten – ohne Ihre PIN kann niemand Ihre Daten auslesen. Melden Sie den Verlust bei einer Personalausweisbehörde und lassen Sie die Online-Ausweisfunktion sperren. Die Sperrung stellt sicher, dass jeder Missbrauchsversuch sofort erkannt wird.

Sie können die Online-Ausweisfunktion direkt in Ihrer Personalausweisbehörde oder telefonisch über den Sperrnotruf sperren lassen. Wenn Sie Ihren Ausweis wieder finden, können Sie die Sperrung in Ihrer Personalausweisbehörde wieder aufheben lassen. Bitte beachten Sie, dass Sie bei einer Sperrung über den Sperrnotruf Ihr Sperrkennwort benötigen.

Sperr-Notrufnummer: 116 116

(In Deutschland kostenfrei aus dem Festnetz sowie aus allen Mobilfunknetzen, aus dem Ausland mit der deutschen Ländervorwahl +49 116 116, gebührenpflichtig zu erreichen. Zur Sicherheit ist der Sperr-Notruf zusätzlich über +49 (0)30 40 50 40 50 erreichbar. Servicezeiten: Mo. – So., 0 – 24 Uhr.

 

 

Reisepass

Zur Einreise in bestimmte Staaten benötigen deutsche Staatsangehörige einen Reisepass. Über die Einreisebestimmungen weltweit informiert das Auswärtige Amt auf seiner Internetseite. Seit 1. November 2005 hat die Bundesrepublik Deutschland als einer der ersten Mitgliedsstaaten der Europäischen Union den elektronischen Reisepass (kurz: epass) mit biometrischen Daten eingeführt. Im ePass sind auf einem Chip personen- und dokumentenbezogene Daten und so genannte biometrische Daten, wie Lichtbild und Fingerabdrücke gespeichert.

 

 

Expresspass

Um in Eilfällen ein Reisedokument in kurzer Zeit zu erhalten, gibt es die Möglichkeit der Ausstellung eines Expresspasses. Dieser ist bei Passbehörden innerhalb von 72 Stunden zu erhalten. Geht die Bestellung bis spätestens 12 Uhr bei der Bundesdruckerei in Berlin ein, kann der Reisepass binnen zwei Werktagen ausgestellt werden.

 

 

Vorläufiger Reisepass

Kann ein Reisepass auch im Expressverfahren nicht rechtzeitig bis zum erstmaligen Gebrauch ausgehändigt werden, kann ein vorläufiger Reisepass ausgestellt werden. Bitte informieren Sie sich vorab auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes, ob dieser im jeweiligen Reiseland Gültigkeit besitzt.

 

 

Kinderreisepass

Seit dem 26. Juni 2012 sind Kindereinträge im Reisepass der Eltern ungültig und berechtigen das Kind nicht mehr zum Grenzübertritt. Somit müssen alle Kinder (ab Geburt) bei Reisen ins Ausland über ein eigenes Reisedokument verfügen.

Der Kinderreisepass ist ein Reisedokument für Kinder unter 12 Jahren. Der Kinderreisepass ist ein vollwertiges maschinenlesbares Reisedokument und wird mit einer Gültigkeitsdauer von 6 Jahren ausgestellt. Er kann einmalig verlängert werden, jedoch maximal bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres. Das Lichtbild des Kindes muss ebenso biometrisch sein.

 

Gebühren und Gültigkeit

Antragstellende Person ab 24 Jahren, 32 Seiten: 60,00 Euro (10 Jahre gültig)

Antragstellende Person ab 24 Jahren, 48 Seiten: 82,00 Euro (10 Jahre gültig)

Antragstellende Person unter 24 Jahren, 32 Seiten: 37,50 Euro (6 Jahre gültig)

Antragstellende Person unter 24 Jahren, 48 Seiten: 59,50 Euro (6 Jahre gültig)

Ausstellung von Express-Pässen:

Antragstellende Person unter 24 Jahren, 32 Seiten, Express: 69,50 Euro (6 Jahre gültig)

Antragstellende Person unter 24 Jahren, 48 Seiten, Express: 91,50 Euro (6 Jahre gültig)

Antragstellende Person ab 24 Jahren, 32 Seiten, Express: 92,00 Euro (10 Jahre gültig)

Antragstellende Person ab 24 Jahren, 48 Seiten, Express: 114,00 Euro (10 Jahre gültig)

Vorläufiger Reisepass: 26,00 Euro (1 Jahr gültig)´

Kinderreisepass: 13,00 Euro

Kinderreisepass Verlängerung/Aktualisierung: 6,00 Euro

 


 

Zum Hintergrund: Grundlagen: Die Europäische Union hat am 28.02.2005 beschlossen, elektronische Reisepässe einzuführen. Diese Reisepässe beinhalten wie bisher die personenbezogenen Daten sowie ein Lichtbild des Passbesitzers; künftig werden diese Informationen zusätzlich auch auf einem Chip gespeichert. In einer späteren Phase sollen außerdem zwei Fingerabdrücke des Passbesitzers abgespeichert werden. Deutschland folgt bei seinem Pass-Projekt den technischen Empfehlungen der EU und denen der unabhängigen und bei den Vereinten Nationen angesiedelten ICAO (International Civil Aviation Organization = Internationale Zivile Luftfahrtbehörde), um einen international anerkannten und interoperablen Reisepass anzubieten.

Chip: Für den ePass werden Mikroprozessoren der Halbleiterhersteller Philips und Infineon mit 72 kB bzw. 64 kB Speicher verwendet. Bei diesen Chips handelt es sich um hochsichere Mikroprozessoren mit kryptographischen Koprozessoren, die für die Passanwendung ausschließlich über eine kontaktlose Schnittstelle angesprochen werden können. Sowohl die Chiphardware als auch die auf dem Chip eingesetzte Software wird durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationsgesellschaft (BSI) dem international anerkannten Verfahren “Common Criteria” zertifiziert und damit für den Einsatz im Reisepass qualifiziert.

Sicherheit: Der Chip und die für das Auslesen notwendige Antenne werden in die Vorderseite des Reisepasses integriert. Die auf dem Chip gespeicherten digitalen Daten sind durch verschiedene Sicherheitsmechanismen geschützt. Sie sind mit einer elektronischen Signatur versehen, die die Integrität und Authentizität der Daten sicherstellt. Damit die Daten über die kontaktlose Schnittstelle nicht unbemerkt ausgelesen werden können, wird der Mechanismus der so genannten Basic Access Control eingesetzt, der für den EU-Biometrie-Pass verpflichtend ist. Das bedeutet, dass der Chip auf einem Terminal-Gerät erst dann ausgelesen werden kann, wenn vorher die optischen Daten von der Datenseite des aufgeschlagenen Passes gelesen wurden. Das Terminal sendet darüber dem Chip ein kryptografisches Protokoll und übermittelt so, dass es die optischen Daten auf der Datenseite im Pass kennt. Zudem wird die Kommunikation zwischen Terminal und Pass verschlüsselt, damit ein Außenstehender nicht die Möglichkeit hat, die kontaktlose Kommunikation zwischen Pass und Terminal abzuhören. Ausgelesen wird der ePass mit dem vom BSI entwickelten Golden-Reader-Tool. (Quelle: Pressemitteilung BMI)


 

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