Veröffentlichung der Bodenrichtwerte

Der Gutachterausschuss der Gemeinde Hüffenhardt hat gemäß § 193 Abs. 1
Baugesetzbuch (BauGB) in seiner Sitzung am 7. November 2017 die Bodenrichtwerte nach
den Bestimmungen des Baugesetzbuchs und der Gutachterausschussverordnung des
Landes Baden-Württemberg vom 11. Dezember 1989 (GBL 1989 S. 541) zuletzt geändert
durch Verordnung vom 15.02.2005 (GBL S. 167) und vom 26.09.2017 (GBL S. 497) zum
Stichtag 31.12.2016 ermittelt.

Der Bodenrichtwert ist der durchschnittliche Lagewert des Bodens für eine Mehrheit von
Grundstücken, für die im Wesentlichen gleiche Nutzungs- und Wertverhältnisse vorliegen.
Er ist bezogen auf den Quadratmeter Grundstücksfläche eines Grundstücks mit definiertem
Grundstückszustand (Bodenrichtwertgrundstück)

Bodenrichtwerte werden für Baureifes und bebautes Land, gegebenenfalls auch für
Rohbauland und Bauerwartungsland sowie für landwirtschaftlich genutzte Flächen
abgeleitet.

Für sonstige Flächen können bei Bedarf weitere Bodenrichtwerte ermittelt werden.

Bodenrichtwerte haben keine bindende Wirkung.

Nach § 196 Abs. 1 BauGB sind Bodenrichtwerte in bebauten Gebieten mit dem Wert zu
ermitteln, der sich ergeben würde, wenn die Grundstücke unbebaut wären.

Abweichungen des einzelnen Grundstücks von dem Bodenrichtwertgrundstück in den
wertbeeinflussenden Merkmalen und Umständen – wie Erschließungszustand, spezielle
Lage, Art und Maß der baulichen Nutzung, landwirtschaftliche Nutzungsart,
Bodenbeschaffenheit, Grundstücksgestalt – bewirken in der Regel entsprechende
Abweichungen seines Verkehrswertes von dem Bodenrichtwert.

Bei Bedarf kann nach § 193 BauGB von den Antragsberechtigten ein Gutachten des
Gutachterausschusses für Grundstückswerte über den Verkehrswert beantragt werden.

Die Bodenrichtwerte werden grundsätzlich altlastenfrei ausgewiesen.

Ansprüche gegenüber Trägern der Bauleitplanung, den Baugenehmigungs- oder den
Landwirtschaftsbehörden können weder aus den bodenrichtwerten noch aus den sie
beschreibenden Attributen abgeleitet werden.

Die beschlossenen Richtwerte werden hiermit öffentlich bekannt gegeben.
Die Richtwerte können auch jederzeit in der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses bei
der Gemeindeverwaltung Hüffenhardt, Reisengasse 1, Zimmer 6 – Frau Vogt – oder auf der
Internetseite unserer Gemeinde eingesehen werden.

 

Gutachterausschuss Gemeinde
HüffenhardtGeschäftsstelle: Frau Helene Vogt
Vorsitzender: Herr Heiko Hagner

 

Die Übersicht über die Bodenrichtwerte IN DER GEMEINDE HÜFFENHARDT finden Sie hier

Die Übersicht über die Bodenrichtwerte des Ortsteils Kälbertshausen finden Sie hier

 


Wochenendgebiet „Henkert“

Das Sondergebiet „Henkert“ liegt im Südosten der Gemeinde Hüffenhardt, also Richtung Siegelsbach. Es handelt sich dabei um ein naturnahes Erholungsgebiet, in dem lediglich Garten- und Gerätehütten zugelassen sind, nicht aber Wochenendhäuser oder ähnliches. Das Gebiet ist hinsichtlich Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung nicht erschlossen. Für den Naturfreund, der zu Hause nicht die Möglichkeit hat, in einem Garten zu wirken und allen weiteren, die Ruhe und Erholung statt Lärm und Unterhaltung suchen, könnte der Henkert ein Paradies sein.


 

Für den interessierten Leser: Warum heißt der Henkert „Henkert“?

Im "Henkert" stand früher der Galgen für das Gebiet der Gerichtsbarkeit der Burg Guttenberg.

Kaiser Maximilian I. hat der Familie Gutenberg im Jahr 1497 das Recht der hohen Gerichtsbarkeit für Neckarmühlbach, Hüffenhardt, Siegelsbach und Kälbertshausen verliehen. Diese hatten das Recht und die Pflicht, Recht zu sprechen und damit für Recht und Ordnung zu sorgen.

Die hohe Gerichtsbarkeit beinhaltet auch das Recht zur Todesstrafe, die, wenn sie verhängt wurde, im Henkert vollstreckt wurde.

Erst 1806 ist durch die Einführung der Gewaltenteilung (Napoleon, Reichsdeputationshauptschluss) in Neckarbischofsheim und in Mosbach ein Gericht eingerichtet worden.

Bis dahin wurde die Jurisdiktion (über 300 Jahre lang) von der Familie Guttenberg ausgeübt.


 

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